Man kann doch keine kompressionslosen Dateien schicken? Bei Videos gibt es die Einstellung „hoch“. Das heißt was? Nicht Original...? Was ist daran haltlos? Ist das kein Fakt, der kritikwürdig ist?
Hier beschreibt Threema selbst, dass Bilder und Videos unkomprimiert, im Originalzustand versendet werden können, wenn man sie als Datei verschickt
https://threema.ch/de/faq/file_message
Es gibt eine Maximaldateigröße, die einerseits vom eigenen Gerät, andererseits seitens Threema besteht. Soetwas gibt es aber auch bei E-Mail, weshalb ich eine Freigabe über einen Cloud-Speicher für besser halte. Das gilt auch für mehrere Bilder und Videos.
Wenn ich einen Kontakt manuell gelöscht habe, weil ich von ihm weiß, oder gemerkt habe, dass er kein Threema mehr nutzt(e), er es aber wieder installiert. Wie bekomme ich das mit?
Er ist doch dann auf Dauer von der Synchronisation ausgeschlossen.
Geh in Threema auf den Reiter "Kontakte" und wische den zu löschenden Kontakt von rechts nach links.
Alternativ kannst im Reiter "Einstellungen" im Menüpunkt "Erscheinungsbild" "Inaktive IDs ausblenden" aktivieren.
Worauf bezieht sich das? Sicher nicht auf den von Dir darüber zitierten Teil?
Ich habe gesagt, dass Threema hier mehr machen könnte, dass das aktuelle UI unnötig viel Platz verschwendet. Und Deine Antwort darauf ist, dass man sich natürlich den Messenger nach der UI aussuchen könne?
Das bezieht sich auf Deine Kritik bezüglich des Aussehens. Entweder man sucht sich einen Messenger nach Funktion aus oder nach Aussehen. Dass allen beides gleichermaßen gefällt, wird ein unerreichbarer Idealzustand sein. Selbst wenn man alles mögliche selbst anpassen kann, wird es Leute geben, die Unübersichtlichkeit auf Grund der Funktionsfülle kritisieren.
Die Lösung ist eben, kein in sich geschlossenes System zu verwenden (Walled Garden), sondern wie bei E-Mail frei zu sein, sich den Provider und die App (Client) auszusuchen, die einem am besten gefallen. Dann sind wir aber bei dem System, aus dem die Messengerflut hervorgegangen ist: Jabber/XMPP.
Mir kommt der Messengermarkt vor wie Straßen, die ich nur mit einer Automarke befahren kann. Meine Eltern kann ich nur mit einem Volkswagen besuchen, meinen Bruder erreiche ich mit Citroen und um zu meiner Schwester zu kommen, benötige einen Mercedes und für meine Freunde und bekannte noch viele andere Automarken.
Das ist doch in sich schräg! Aber bei Messengern akzeptiert man es. Es wird sogar von vielen erwartet, wenn Du kein WhatsApp hast, bist Du halt "nicht mehr existent"
Richtig. Und deswegen darf man dann nicht kritisieren, dass es nicht schön gelöst ist?
Natürlich darf man das, aber das Argument der Subjektivität kam zuerst von Dir. Wenn Du mir das entgegenbringst, musst Du damit rechnen, dass auch ich Dir vor Augen halte, dass Du ebenfalls nicht objektiv bist.
Das ist ja sehr schön für Dich. Aber ohne andere Nutzungsszenarien zu kennen und von Dir auszugehen, braucht man die Berechtigung von Sprachmitteilungen nicht absprechen.
Ich habe niemandem die Berechtigung von Sprachmitteilungen abgesprochen. Mir sind die Argumente durchaus bekannt. Dennoch sind das für mich keine echten Nutzungsszenarien, sondern vorgeschobene Argumente:
- Wenn ich jemanden sprechen will, telefoniere ich.
- Wenn mir die Finger zu kalt sind um zu tippen, kann ich auch telefonieren.
- Wenn ich jemanden nicht erreiche, schreibe ich ihm kurz, er möge mich zurückrufen.
- Eine Adresse per Sprachnachricht (habe ich schon bekommen) ist sogar unbequemer, weil ich sie dann manuell in die Navi-App eintragen muss, während ich Text kopieren kann.
- Eine Sprachnachricht ist im Vergleich zu Text unnötig groß und verbraucht damit unnötig viel Volumen.
Ich antworte übrigens irgendwann nicht mehr auf Sofortnachrichten, sondern rufe dann an. Das ist effizienter. Wohlmöglich gibt es gerade mehr als einen Chatpartner, was die Konzentration auf ein Thema nur beeinträchtigt und auch mal dazu führt, eine Nachricht dem falschen zu senden. Für einen ausführlichen Text nehme ich mir die nötige Zeit und schreibe eine E-Mail. Das dann aber nicht auf der Mäuseklaviatur des Smartphones sondern auf einem PC.
Sofortnachrichten sind für mich gut für kurze Mitteilungen ohne lange Diskussionen. Von mir aus auch mal für einen kurzen Gruß mit einem witzigen Foto. Aber nicht für ausgiebige Gespräche.
Das erfordert für mich aber keine großartigen Individualisierungen, sondern eine schlanke Anwendung. Ein Instant Messenger mit dem Umfang einer eierlegenden Wollmilchsau brauche ich nicht.
Jetzt frage ich Dich ganz explizit: Darf man Kritikpunkte nicht ansprechen? Oder anders: warum ist es offensichtlich schwer für Dich, zu sagen: „ja, stimmt. ist nicht schön. Aber für mich ok.“
Oder evtl. einfach: „mich stört es nicht. Ich finde alles toll, wie es ist“.
Ein: „so eine Funktion braucht doch kein Mensch, weil ich es nicht brauche“ ist wenig hilfreich.
Selbstverständlich darf man Kritikpunkte ansprechen. Aber man darf doch auch seine andere Sichtweise darstellen. Ich nutze doch Messenger, aber eben nicht die Funktionen, die ich nicht brauche. Was Du an der GUI von Threema und Signal kritisierst, habe ich noch immer nicht verstanden. Für mich sehen alle Messenger im Grunde gleich aus. Die Farben unterscheiden sich und die Kästen. Das war es dann aber schon.
Auch habe ich nicht geschrieben, dass so eine Funktion kein Mensch braucht. Ich habe meine Meinung dazu geschrieben. Ebensowenig habe ich gefordert, dass man die Funktion weglassen sollte, was doch impliziert, dass ich deren Vorhandensein akzeptiere. Den Sinn und Nutzen darf ich aber doch hinterfragen?!
Das Video von Blick.ch bestätigt meine Kritik. Da wird gesagt, Signal sei von der GUI besser, es wird aber nicht gesagt, warum der "Technik-Experte" zu dem Ergebnis kommt.
Dann spricht er den Nachteil der 3 CHF für Threema an. Ist das nicht sogar ein Vorteil, wenn ich direkt für etwas bezahle, anstatt indirekt? Abgesehen davon, ein Smartphone kostet mehrere hundert Euro, wenn man von den ganz billigen absieht und wenn man eines mit nicht zu hohem Frustfaktor haben will. Aber 3 CHF (oder auch EUR) sind es wert, angesprochen zu werden?
Wo ist der Hinweis, dass einer der Gründer von WhatsApp Signal 50 Millionen USD zur Verfügung gestellt hat, weil er selbst die Entwicklung seines eigenen Produktes nach dem Verkauf an WhatsApp bereuht? Das wäre ein stärkeres Argument mit mehr inhaltlicher Aussage als der Zwei-Worte-Tweet von Elon Musk.
Der "Technik-Experte" empfiehlt den Messenger, bei dem man die meisten Kontakte hat. Das ist doch der Kern des Problems. Vielleicht habe ich einen einzigen wichtigen Kontakt, der einen anderen Messenger erfordert? Außer bei Messengern, muss ich mich nie darum kümmern, welchen Anbieter und welche App meine Kommunikationspartner verwenden. Das ist der Grund, warum sowohl WhatsApp, wie auch Telegram, Threema und Signal eine Sackgasse sind. Man wird immer mehrere Apps brauchen, weil es immer Leute gibt, die sich anders als ich entschieden haben. Das lässt sich nur durch offene Systeme verändern und diese Systeme gibt es beriets länger als WhatsApp, Telegram, Threema und Signal. Aber so wie ich die Entwicklung einschätze, wird das eher dazu führen, dass irgendwann Multi-Messenger wieder aufleben.