Schon witzig wenn Neid gegen Apple-Fanboytum antritt.
Die Wahrheit liegt wie immer dazwischen.
Ich würde sagen, das iPhone ist eine zauberhafte Studie, die versucht die Balance zwischen nerdigem Technospielzeug und eleganter, leicht zu nutzender Hardware zu finden.
Für den ersten Wurf ist Apple dies recht gut gelungen.
Die Eleganz und die Einfachheit des Bedienkonzepts überzeugen. So wie das Äussere. Aber hat schon mal jemand versucht sich das Ding zwischen Schulter und Ohr zu klemmen?

Ein Onscreen-Keybaord - auch in seiner stilistisch großartigsten Umsetzung, der Apple sicher schon sehr nahe ist - kann man sich schönreden solange man will, die fehlende haptische Komponente ist nicht zu ersetzen.
Mobile Geräte bedürfen einer Menge Kompromisse - letztlich ist es gut, das Apple (neben vielen anderen) sich dieses Themas annimmt - wie wir sehen, schaffen sie bereits beim ersten Versuch durchaus höchst innovatives.
Zum Ursprungsposter: Viele Applebasher verstehen nicht eines der grundlegenden Konzepte guter UI's - ja guter Software: Einfachheit. Und die erreicht man durch u.a. weglassen - das ist wie in der Kunst. Daher ist einiges von dem dem was ein Gerät nicht kann, mitunter am Ende eher ein Segen als ein Fluch. Apple versucht schon immer, allzu technisches vor dem Nutzer zu verbergen.
Wer bosseln will, sollte sich Linux oder einem Smartphone auf einer derartigen Plattform zuwenden.
Zum anderen ist OS X ein UNIX und wer sich ein wenig umtut, in der höchst aktiven Szene der Leute die Drittapplikationen für gebreakte iPhones basteln, sieht das all das was der Nerd sich wünscht geht - aber das braucht nur ein ungleich geringer Teil von Benutzern.
Also zetert nicht, wartet die iPhone II Version ab und Apple wird 'n Haufen von den bisherigen Schwächen beseitig haben - und dafür neue "implementiert". Ich bin ob der zackigen Entwicklungszyklen heutzutage ohnehin ziemlich verblüfft, das da überhaupt noch etwas (ge)brauchbares herausspringt

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