Spätestens jetzt verbietet sich jedweder wissenschaftlicher Diskurs mit dir.
Und bevor jetzt wieder die üblichen Fragen von dir kommen:
- Akademiker unter Eltern sind nicht gleichverteilt.
- Wissenschaftler unter Akademikern sind nicht gleichverteilt
- Akademiker sind in der Gesamtbevölkerung nicht die Mehrheit
In Summe ist also deine Aussage allein aus statistischer Sicht Unfug. Aus pädagogischer Sicht ist es grober Unfug.
Das basiert also auf:
Wenn die Eltern verlangen, dass die Evolutionstheorie aus dem Unterricht verbannt werden muss,
weil diese nur an die Schöpfungsgeschichte glauben, alles oki?
Darauf holzpolz:
“Wenn dies eine sehr deutliche Mehrheit der Eltern (und damit der Bevölkerung und der Wissenschaft) glauben würde, müsste darüber nachgedacht werden. Da dies aber zum Glück (zumindest bei uns) nicht so ist, passt dein Beispiel überhaupt nicht zu der Forderung einer Minderheit, die die Mehrheit negativ beeinflussen würde.“
Das möchte ich dann doch gerne kommentieren:
- laut einem Artikel sind etwa 45% der Professorinnen an deutschen Hochschulen kinderlos, also nicht weit weg von einer gleichmäßigen Verteilung (
HIER)
- Wissenschaftler ist keine geschützte Berufsbezeichnung, also jeder der etwas forscht, ob Akademiker oder nicht, darf sich Wissenschaftler nennen. Ob annähernd die Hälfte der Akademiker auch Wissenschaftler sind, konnte ich auf die Schnelle nicht recherchieren.
- Akademiker sind natürlich nicht die Mehrheit der Bevölkerung, es sind etwa ein viertel - was aber auch gerade nicht relevant ist.
Schöne Auflistung, von dem was Deiner Meinung nach „nicht“ ist, und das alles ohne auch nur einen Beleg - wäre also gut, zu Deinen 3 Behauptungen Belege zu sehen, um etwas wissenschaftlichen Diskurs einzuhalten.…ist aber sehr unwahrscheinlich.
„Eine deutliche Mehrheit der Eltern“ ist also vorab gesagt die Basis von holzpolz.
Da Elternteile die sehr deutliche Mehrheit der Bevölkerung sind (80% - siehe
HIER) ist es auch ohne spezifische Erhebung und der Wahrscheinlichkeit/Normalverteilung ziemlich klar, dass somit auch die Akademiker etwa gleich unter den Eltern verteilt sind. Da Akademiker zwar etwas öfter kinderlos sind als Menschen mit geringeren Bildungsabschlüssen, sich das aber nur in verhältnismäßig wenigen unterschiedlichen Prozenten zeigt (siehe ersten Link von mir) bleibt trotzdem auch hier insgesamt ganz klar eine Mehrheit stehen. Wieviel Prozent jetzt Wissenschaftler sind, ist tatsächlich zweitrangig, da wir mit 80% der Bevölkerung und einer Verteilung der wahrscheinlich eher wenigen Prozenten Wissenschaftler auf die Gesamtmenge den Rückschluss ziehen können, dass somit auch eine Mehrheit der Wissenschaftler das angesprochene glauben müssten.
Ja, Stochastik ist nicht jedermanns Ding
Am Ende war das aber doch gar nicht die Kernaussage von holzpolz, in der es offensichtlich darum ging, dass wenn in Bezug zu dem Thema Lehrplan eine Mehrheit der Eltern etwas ablehnen, man darüber wohl reden müsste.
Und das alles bringst Du mit dem Einleitungssatz
„Spätestens jetzt verbietet sich jedweder wissenschaftlicher Diskurs mit dir.“
und wirfst dem Beitrag vor, statistischer Unfug zu sein, und pädagogisch sogar grober Unfug.
Genau mein Humor zu dieser späten Stunde
