MacAlzenau
Golden Noble
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Sorry, ich habe eine Weile nicht reingeschaut, aber da muß ich, wenn es um Dialekte geht, widersprechen.geschrieben ist es halbwegs verständlich.
Da ich recht zentral im deutschen Dialektraum lebe, tu ich mir, mit diversen Ausnahmen, nicht übermäßig schwer, Dialekte zumindestens grundsätzlich und halbwegs zu verstehen, wenn ich sie höre - Oberhessisch mal ausgenommen oder richtiges Platt (was ja an sich kein Dialekt ist) oder was man in den tiefsten Tiroler Tälern spricht.
Aber geschrieben.... ich tu mir ja schwer, Asterix auf fränkisch oder auf hessisch zu verstehen!
Wenn man's laut liest und überlegt, wie's gemeint sein könnte, klingt es ganz gut - aber es könnte genauso völlig anders und unverständlich gelesen werden.
Wobei ich mir vorstellen könnte: Mit niederdeutschen Dialekten oder Platt mag es zutreffen. Mitteldeutsche (und sicher auch andere) haben einfach zuviele Nasale, zuvieles, wo die Betonung, das Kurz/Lang elementar wichtig ist.
Das erste Mal, als mir das auffiel, war vermutlich bei einer Transkription der Spider Murphy Band. Irgendwas mit "Hosn"... großes Rätselraten, bis der Zusammenhang ergab, daß es "Hasen" heißen sollte, mit einem typisch oberpfälzer/niederbeyerischen fast-o für das a. (Für die Preussen: gemeint sind junge weibliche Wesen). Wir haben natürlich, analog zum Bekleidungsstück, das o immer kurz und geschlossen ausgesprochen, es war unverständlich, obwohl es nicht-gelesen sondern von einem Eingeborenen gesprochen, völlig verständlich gewesen wäre (ich hätte auch nicht "Hosn" geschrieben, ich hätte es mit "Håsn" versucht).