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Eine kurze Einleitung zu dem Thema gibt es hier als MP3 zum Download. Auf dieser Seite könnt ihr euch näher über MP3 informieren.
Nur ein kurzer Auszug:
Da die Fraunhofer dieses Verfahren entwickelt haben, haben auch nur sie die gesamten Erkenntnisse welche diesem Verfahren zugrunde liegen aufgezeichnet und sind daher in der Lage einen Codierer in dieser Qualität heraus zu bringen. Andere Hersteller haben dies nicht. Vergleichen könnte man dies mit zB. GarageBand und Logic Pro - einem Home und einem Profi-Musikprogramm.Fraunhofer IIS schrieb:Für "perfekten" MP3-Stereoklang müssen zwei Voraussetzungen erfüllt sein:
1. Ein guter MP3-Encoder. Der Encoder vom Fraunhofer IIS ist in viele Software-Anwendungen integriert, zum Beispiel in der MusicMatch Jukebox, in Windows Media 10 und dem Magix MP3 Maker.
Die Home-Variante tut schon irgendwie, aber es ist eben kein Profi-Tool. So ist es auch mit MP3. Das berühmteste (und auch gleichzeitig berüchtigste) aus diesem Bereich ist wohl LAME. LAME ist ein Freeware MP3 Codierer, welcher zwar das Format herstellt, jedoch in keinster Weise dem "echten" MP3 Codierer der Fraunhofer gleich kommt. Expertengesprächen zufolge, Leute die sich beide Codierer einmal zu Gemüte geführt haben (danke Andreas Friesecke), ist ein MP3 mit gleicher Datenrate klanglich deutlich von LAME zu unterscheiden. Jedoch relativiert sich diese Aussage, je höher man die Datenrate zieht. Sagte man noch in den Anfängen von MP3 128kbps wären "ungefähr CD-Qualität", sagte man einige Jahre darauf 192kbps wären vergleichbar. Derzeitiger Stand der Experten: "Ein MP3 mit 320kbps klingt einigermassen erträglich" (Anm. d. Red.: "So auch meine Meinung")
Ich habe jetzt ohne grosse Umschweife den Begriff der Datenrate eingeführt. Mit diesem Prinzip funktionert MP3. Eine Datei wird nicht mehr aufgeteilt in einzelne Samples sondern in dessen Qualität. Man stellt ein wieviel Qualität pro Zeit "verschwendet" werden soll.
Nachteile
- MP3 arbeitet mit reduziertem Material IM Hörbereich.
Wie funktioniert das? Nur ein kurzes Beispiel hierzu. Habt ihr schonmal etwas von Psychoakustik oder dem Verdeckungseffekt gehört? Ich versuche es kurz auf den Punkt zu bringen. Stellt euch vor ihr hört ein Stück Musik. Versucht einmal die verschiedenen Instrumente voneinander zu unterscheiden. Das klappt eigentlich ganz gut. Man kann hören in welcher Räumlichkeit zum Beispiel das Schlagzeug steht oder wie laut der Sänger im Vergleich zur restlichen Band ist. Was dabei aber nicht auffällt sind einige (leise) Geräuschanteile wie zum Beispiel das rasseln einer Snare oder das schwingen einer Tom. Diese Teile eines einzelnen Signals und später des Gesamtsignals sind gegenüber den anderen Signalen so leise das sie nicht mehr auffallen. Und hier schreitet unter anderem der MP3 Codierer ein. Er merkt hier ist eine perfekte Möglichkeit für ihn Daten zu reduzieren also tut er das auch.
Es gibt noch einige Möglichkeiten mehr Daten zu reduzieren. Ich denke da an die "Kurven gleicher Lautstärke", welche ich hier nicht ausführen möchte um den Rahmen nicht zu sprengen. Aber ich möchte dennoch anmerken: Der Mensch hört Phon nicht dB. Darüber kann man mal nachdenken.
Der Klang leidet unter der Reduktion übrigens extrem.
Vorteile
- Die Dateigrösse sinkt und kann somit leichter versendet werden.
- MP3 führt ein besonders mächtiges Feature mit ein, welches AIFF, so an sich nicht mitbrachte. Headerinformationen jetzt mal dahin gestellt. Ich spreche von Tags.
iTunes arbeitet massgeblich in der Ordnerstruktur mit der Information welche es aus den ID3-Tags zieht. Was hat es damit auf sich?
Nun Tags sind, wie es der Wikipedia Artikel eben schon erwähnt "Etiketten", die man in der Datei anbringen kann. Zum Beispiel gibt es da einen Platzhalter für Interpret, Titel, Album, Genre usw. All diese Meta-Informationen wurden eingeführt um es dem Benutzer zu erlauben besseren Überblick über seine Musiksammlung zu bekommen und ihm das Leben zu erleichtern.
Es gibt derzeit 2 Versionen von MP3 Tags. Kurz gesagt bietet Version 2 die Möglichkeit zusätzliche Informationen wie etwa ein Cover oder den Songtext mit zu speichern. Das ermöglichte Version 1 noch nicht. Man kann all seine Titel mit einem Streich übrigens per, in iTunes, Ctrl+Klick auf Datei und dann wählt man dort "Convert ID3 Tags" umwandeln. (Anm. d. Red. Tut das bitte nur wenn ihr das auch wirklich wollt, solltet ihr euch nicht gestört fühlen an der jetzigen Situation eurer Daten lasst diesen Schritt doch einfach weg. Fügt ihr ein Cover ein wird eh automatisch auf Version 2 umgestellt.) - Große Verbreitung.
MP3 ist allgegenwärtig und wie die Gute Dame im dem File schon sagt:
[...]nicht mehr wegzudenken.
Zwar ist ein AIFF auch auf einem PC wiederum ein AIFF und auch ein WAV ein WAV, aber wollt ihr 700MB über eure Internetleitung verschicken um "nur mal eben" ihren Freund reinhören zu lassen?
Es heisst also man muss kompatibel sein, MP4 und Apple Lossless fallen flach, so hat der Standard Windows PC einen Winamp installiert, und dieser kann mit diesen Formaten nichts anfangen.
Kunde schrieb:Ich kann die Datei net öffnen.
Bei mir hat es sich so eingebürgert, dass ich immer 2 Formate herstelle ein MP4 in 192kbps und ein MP3 in 192kbps. Diese versende ich dann je nachdem was für einen Rechner mein "Opfer" hat weiter.
Hörvergleich
Delicate Piano aus der AppleLoops Bibliothek in verschiedenen Qualitäten:
- Mit 192kbps codiert. Dies soll unser Ausgangspunkt sein. Man hat das Gefühl alles wäre vorhanden. Wie bereits erwähnt sagte man sich vor kurzem noch dies wäre "ungefähr" CD-Qualität
- Mit 320kbps codiert. Das Heldenformat. Verglichen mit der vorherigen Version hört das ungeschulte Ohr keine wesentlichen Unterschiede. Aber man hat doch das Gefühl es wäre homogener und klangvoller.
- Mit 128kbps codiert. Das Format was man ehemals als CD-Qualität bezeichnet hat.
- Mit 32kbps codiert. Nur um euch deutlich zu zeigen was MP3 wirklich mit Audio macht. Die Aufnahme klingt irgendwie verrauscht. Lässt man das Rauschen jedoch weg, fällt einem auf, dass das Klavier irgendwie dumpf klingt, als würde man nicht mehr richtig den Anschlag jeder einzelnen Note wahrnehmen können.
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