Es gibt in Deutschland die Tendenz, dass die Unschuldsvermutung umgekehrt wird und dies wurde auch schon vom Bundesverfassungsgericht mehrfach bestätigt.Mit der sogenannten Urheberrechtsabgabe wird jedem, der einen Computer kauft, schonmal im Voraus unterstellt, dass er damit Raubkopien fertige. Aber ist in Deutschland nicht jeder solange unschuldig, bis seine Schuld bewiesen ist?
Ein Fall für das Verfassungsgericht - nur geklagt hat dagegen noch keiner.
Klar wäre es technisch Möglich, so eine Abgabe ins Handy einzubauen. Wenn also Musik mit entsprechender Signatur im Handy auftaucht und diese dort nicht legal ist wird automatisch das Handy aktiv und übermittelt die persönlichen Daten zur Bezahlung. Nur wenn solche Funktionen beim Handy oder Computer eingebaut werden müssten wäre der Protest enorm groß. Dann bräuchte man aber diese GEMA mehrfach Abgabe nicht. Und jeder der bei Youtube sich Musik anschaut wird jedesmal zur Kasse gebeten, ganz automatisch. Da ist dann Orwell perfekt.@Bananenbieger / @DF0 Natürlich hat man das Recht, Privatkopien anzufertigen. Aber genau dafür wollen die Künstler auch zusätzlich bezahlt werden und genau darum geht es bei der GEMA-Abgabe auf Speichermedien. Wie ich sagte: wer dieses gute Recht nicht nutzt, der muss auch nix bezahlen. Aber wer es nutzt soll dem Künstler - quasi als Ersatz für die nicht zweifach verkaufte Ware - einen pauschalen Obulus entrichten. Wie schon öfter hier erwähnt, geht es ja dabei nicht um Schwarzkopien, sondern nur um finanziellen Ausgleich für die Nutzung vorhandener Rechte.
Verständlich ist natürlich, dass sich darüber Leute ärgern, die diese Speichermedien nicht für GEMA-Ware verwenden. Aber wie soll man das im Einzelfall prüfen und nachweisen? Möglicherweise wird es irgendwann bei Handys die Möglichkeit geben, die Nutzung von GEMA-Inhalten gegen Aufpreis dazuzukaufen. Aber das würde auch wieder nur die Schwarzkopien fördern, da keiner den Aufpreis zahlen will, aber trotzdem Musik hören.
Das ist mir nicht ganz klar. Wie oben beschrieben höre ich eigentlich überhaut keine Musik, gucke Filme etc.. Geschweige denn mache ich irgendwelche Kopien. Trotzdem wandert auch von mir ein Betrag an Gema und co. wenn ich einen USB Stick etc. kaufe.@Bananenbieger / @DF0 Wie ich sagte: wer dieses gute Recht nicht nutzt, der muss auch nix bezahlen.
Wieso sollte das zusätzlich Geld kosten, wenn man seine eh gekauften Rechte auch nutzt? Wenn ich bei der BVG eine Monatskarte kaufe muss ich ja auch nicht noch zusätzlich Geld für jede tatsächlich gemachte Fahrt zahlen.Natürlich hat man das Recht, Privatkopien anzufertigen. Aber genau dafür wollen die Künstler auch zusätzlich bezahlt werden und genau darum geht es bei der GEMA-Abgabe auf Speichermedien. Wie ich sagte: wer dieses gute Recht nicht nutzt, der muss auch nix bezahlen.
Wenn man etwas nicht nachweisen kann, kann man auch keinen Anspruch daraus ableiten. Ist ja bei allen anderen Dingen genauso.Verständlich ist natürlich, dass sich darüber Leute ärgern, die diese Speichermedien nicht für GEMA-Ware verwenden. Aber wie soll man das im Einzelfall prüfen und nachweisen?
Puh, wie soll ich es noch formulieren? Du hast das Recht auf Vervielfältigung im privaten Umfeld, ja. Das ist schon mal die Grundbedingung für das vorliegende Geschäftsmodell, diese erfüllst Du mit dem erstmaligen Kauf des Werks. Aber allein dieses Recht zu haben heißt noch nicht, dass die Nutzung desselben auch kostenfrei ist - das ist der springende Punkt.Wieso sollte das zusätzlich Geld kosten, wenn man seine eh gekauften Rechte auch nutzt? Wenn ich bei der BVG eine Monatskarte kaufe muss ich ja auch nicht noch zusätzlich Geld für jede tatsächlich gemachte Fahrt zahlen.
Das finde ich im Grundsatz ebenso ärgerlich aber derzeit offenbar nicht ohne größeren Eingriff in die Persönlichkeitsrechte änderbar. Weiter oben wird schon das Beispiel angeführt, dass jede entsprechende Verwendung eines Werks, sei es Kopieren, Abspielen usw. sicherlich irgendwann prüf- und abrechenbar wird. Aber das wollen wir doch wahrscheinlich noch weniger, dass jeder Kopiervorgang, den irgendwer auf einem Speichermedium durchführt, erfasst und auf Gebührenanfall überprüft wird. Alternativ könnte es spezielle USB-Sticks geben, die es technisch verhindern, dass man GEMA-geschützte Werke draufkopiert. Mit Hilfe digitaler Signaturen wäre das bestimmt machbar. Aber auch das würde vermutlich wieder das Cracken und Schwarzkopieren von Inhalten fördern.Das ist mir nicht ganz klar. Wie oben beschrieben höre ich eigentlich überhaut keine Musik, gucke Filme etc.. Geschweige denn mache ich irgendwelche Kopien. Trotzdem wandert auch von mir ein Betrag an Gema und co. wenn ich einen USB Stick etc. kaufe.
Natürlich muss die Nutzung kostenfrei sein. Der springende Punkt ist doch, dass Du genau dieses Recht erworben hast.Aber allein dieses Recht zu haben heißt noch nicht, dass die Nutzung desselben auch kostenfrei ist - das ist der springende Punkt.
Natürlich gibt es auch andere Verträge. Aber wenn ich das Nutzungsrecht an einem Musikstück erworben habe, dann habe ich das Nutzungsrecht an einem Musikstück erworben. Und zwar das Nutzungsrecht an sich und keinen Rahmenvertrag, aus den ich Leistungen zu vorher festgelegten Konditionen abrufen kann. Und vor allem keinen Rahmenvertrag, aus dem mir nach Lust und Laune meines Vertragspartners an den Haaren herbeigezogene Dinge in Rechnung gestellt werden.Es gibt aber auch andere Verträge, z. B. bei der Telekommunikation: Du zahlst eine Grundgebühr für Erreichbarkeit und das Recht, über die Leitung Deines Anbieters zu telefonieren. Das passt genauso "mehr oder weniger" auf das GEMA-Modell, wie das Beispiel mit der Buskarte.
Eben. Das geht nicht. Aber das berechtigt auch nicht dazu, pauschal Abgaben zu erheben, weil man die Nutzung nicht nachweisen kann.Das finde ich im Grundsatz ebenso ärgerlich aber derzeit offenbar nicht ohne größeren Eingriff in die Persönlichkeitsrechte änderbar.
Also kommt mal weg von dem: "Ich hab alle meine Lieder gekauft"
Das spielt überhaupt keine Rolle. Zumindest nicht bei der Pauschalabgabe oder den Gebühren, die für öffentliche Vorführungen an die GEMA entrichtet werden muss.
Es geht doch eigentlich um beides. Zum Einen wird von diversen Seiten versucht die eigentlich im UrhG verankerten Rechte auf Privatkopie und legale Vervielfältigung im privaten Rahmen einzuschränken. Da hat es die Lobby 2003 geschafft, durch die Regelungen zum Schutz technischer Maßnahmen die gesetzlich eigentlich vorgesehene Privatkopie größtenteils unmöglich zu machen.Und wenn man das von dieser Warte aus betrachtet, ist es völlig egal, ob man jedes Lied gekauft hat, überhaupt keine Musik hört oder nur ganz bestimmte, sobald man eins dieser Geräte besitzt, hat der Hersteller mit der Pauschalabgabe dafür gesorgt, dass alle Ansprüche der GEMA für alle Zeit an genau diesem Gerät abgegolten sind.
Ich verstehe daher einige Argumentationen hier nicht, die dadurch ein Einschneiden ihrer Rechte an gekaufter Musik beinhalten.
Nein, wir wollen ja gerade hin zu "Ich hab alle meine Lieder gekauft". Wir dürfen nicht zulassen, dass die Kulturverhinderer gewinnen.Also kommt mal weg von dem: "Ich hab alle meine Lieder gekauft".
Das spielt überhaupt keine Rolle. Zumindest nicht bei der Pauschalabgabe oder den Gebühren, die für öffentliche Vorführungen an die GEMA entrichtet werden muss.
Wo in dem von dir genannten Paragraphen steht, dass das kostenfrei sein muss? Ich verstehe, dass Du das gerne so verstehen möchtest, Fakt ist aber dass die Nutzung dieses Rechts derzeit indirekt durch die Geräteabgabe via GEMA vom Rechtenutzer an die Künstler bezahlt wird. So sieht es die GEMA und offenbar scheint sie damit nicht illegales zu tun, zumindest wurde dies noch von keinem Gericht festgestellt.Natürlich muss die Nutzung kostenfrei sein. Der springende Punkt ist doch, dass Du genau dieses Recht erworben hast.
Das möchte ich noch mal kurz gesondert aufgreifen. Man mag irgendwann irgendwie bessere Wege dafür finden, den Künstler an das Geld für sein Werk kommen zu lassen, als die GEMA-Methode und - wie gesagt - finde ich diese Methoden auch nicht in allen Belangen toll, gerade, wenn es um die Pauschalisierung geht.Nein, wir wollen ja gerade hin zu "Ich hab alle meine Lieder gekauft". Wir dürfen nicht zulassen, dass die Kulturverhinderer gewinnen.
Es braucht dort nirgends zu stehen. Warum sollte es das? Wie um alles in der Welt kann man auf die Idee kommen, dass das nicht kostenfrei sein muss?Wo in dem von dir genannten Paragraphen steht, dass das kostenfrei sein muss?
Gerichte meinen übrigens vieles. So definierten sie beispielsweise auch schon das Internet zum neuartigen Rundfunkkanal, obwohl das faktisch völliger Blödsinn ist.So sieht es die GEMA und offenbar scheint sie damit nicht illegales zu tun, zumindest wurde dies noch von keinem Gericht festgestellt.
Davon hat doch auch niemand geredet.Grundsätzlich würde es aber für deutlich "Kulturverhindernder" halten, wenn die Kulturschaffenden nur unzureichende bis überhaupt keine Möglichkeiten mehr haben, aus ihrem Kulturschaffen auch Geld zu generieren.
Wir müssen zu dem Punkt kommen, wo Künstler Einkommen erwirtschaften können, aber die Verbreitung von Kunst und vor allem die Schaffung derivater Werke ungeschränkt möglich sind, sprich: Es kann nicht sein, dass man sein eigenes Video nicht mit kommerzieller Musik unterlegen darf (das ist in der Praxis bei den Mondpreisen der Musikverlage kaum möglich).Und dazu gehört auch, dass ein Künstler die Rechte an seinem Werk mit dem Verkauf nicht völlig aus der Hand geben darf.
Es ist auch nicht im Sinne von Kulturschaffung, wenn irgendwelche Erben von irgendwelchen toten Musikern Geld kassieren.Das wäre doch nicht im Sinne von Kulturschaffung, dieser Künstler würde nix mehr schaffen
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