• Das kreative Thema des Monats Oktober wird vor allem diejenigen unter Euch besonders ansprechen, denen Do-it-yourself quasi im Blut liegt. Zeigt uns Eure Improvisationskünste oder fotografiert, was andere Leute sich so im Alltag zusammengestrickt haben. --> Zum Mitmachen bitte hier klicken

Verpasst Apple den AI-Zug?

Ist nur die Frage, wer nach der Endlichkeit das sorgenfreiere Leben hatte.
Jetzt wird es philosophisch.

Was ist ein gutes Leben? Sorgenfrei, sich nie mit etwas auseinandersetzen müssen, keine Kämpfe, ob nun existentiell oder nicht, ausfechten müssen, keine Gedanken an die Zukunft verwenden.

Oder sich aktiv mit Umwelt, Gesellschaft, eigenen Befindlichkeiten, Wünschen auseinandersetzen. Vielleicht nicht alles erreichen oder in Reichweite haben, aber einen kleinen Nachhall bei anderen Menschen, Dingen zu hinterlassen.
 
Stimmt, das ist tatsächlich philosophisch. Ich glaube, sorgenfrei im absoluten Sinn gibt es gar nicht, höchstens phasenweise. Aber manche Menschen machen sich einfach zu viele Sorgen um ungelegte Eier. Ich bin ganz froh, eher Optimist als Pessimist zu sein, damit lebt es sich deutlich angenehmer.

Am Ende ist es wohl die Frage, ob man trotz Sorgen das Gefühl hatte, selbstbestimmt gelebt zu haben. Und wenn davon etwas bei anderen hängen bleibt, umso besser.

Ich glaube, am Ende ist es genau das: die Balance zwischen kritischer Betrachtung und der Fähigkeit, Dinge einfach mal gut sein zu lassen. Mir fällt nur auf, dass viele sich gedanklich schon Sorgen über Szenarien machen, die nie eintreten werden. Das raubt Lebensqualität.
 
Mir fällt nur auf, dass viele sich gedanklich schon Sorgen über Szenarien machen, die nie eintreten werden. Das raubt Lebensqualität.

Die Ängste wirst du den Leuten nicht nehmen können. Egal ob KI, Klimawandel, dritter Weltkrieg oder persönliche Probleme, wie Krankheit und Jobverlust.
 
Jetzt wird es philosophisch.

Was ist ein gutes Leben? Sorgenfrei, sich nie mit etwas auseinandersetzen müssen, keine Kämpfe, ob nun existentiell oder nicht, ausfechten müssen, keine Gedanken an die Zukunft verwenden.

Oder sich aktiv mit Umwelt, Gesellschaft, eigenen Befindlichkeiten, Wünschen auseinandersetzen. Vielleicht nicht alles erreichen oder in Reichweite haben, aber einen kleinen Nachhall bei anderen Menschen, Dingen zu hinterlassen.
Ein Leben, wie im 1. Absatz gezeigt, würde kein Mensch aushalten.
Das Wissen darum trägt alleine schon zur Entspannung bei 🙂
 
Wie wir in der Dokumentation "Matrix, Teil 1" gelernt haben, benötigen Menschen zur Energieproduktion Konflikte, Niederlagen, Herausforderungen. Ein sorgenfreies Leben bringt keinen Ertrag.
 
Ist halt auch immer eine Frage der persönlichen Situation.
Ich denke wir können annehmen, dass @Sequoia in einer Situation ist, wo er sich keine großen finanziellen Sorgen machen muss und offenbar auch genug Freizeit hat um nahezu 20.000 Beiträge in einem Online-Forum zu schreiben.
Da muss man natürlich nicht groß pessimistisch in die Zukunft blicken. Wenn das Auto kaputt geht.. kauft man halt ein neues. Wenn man den Job verliert hat man genug Rücklagen um sich was neues zu suchen oder umzuschulen.
Also bleiben einfach nur Dinge übrig, gegen die man ohnehin nicht groß vorbereitet sein kann: Unfall etc. Da lohnt es sich also nicht groß Gedanken drauf zu verschwenden.
Für andere Leute sieht das vielleicht anders aus und sie investieren dann entsprechend Zeit und Gedanken um sich auf den Fall der Fälle vorzubereiten, damit man im Falle eine kurzzeitigen Jobverlusts z.B. nicht direkt im Chaos versinkt.

Ich hab mir früher auch viel mehr Sorgen um die Zukunft gemacht, Probleme antizipiert und in vielen Fällen war das auch durchaus sinnvoll, um eben dann diese Probleme zu umgehen.
Jetzt wo ich einen gut bezahlten Job mit viel Freizeit hab, unkündbar bin und das auch zukunftssicher ist, finanzielle Rücklagen im Spiel sind, lebe ich auch mehr entspannt in den Tag.
Aber ich kenne eben auch eine Menge Leute, die nicht in dieser Situation sind, die beim Einkaufen genau auf Preise achten müssen um am Ende des Monats noch Geld zu haben, für die eine kaputte Waschmaschine eine Katastrophe ist, wo man jetzt schon einmal möglichst Geld zurücklegen muss, um im Fall des Falles das dann halbwegs abfedern zu können.

Es geht ja auch weniger darum, ob man grad aktuell ein Problem hat (wie Sequioas Grafik sagt), sondern ob man in Zukunft eines hat.
Denn dann kann man halt nur etwas dagegen unternehmen, wenn man früh genug darüber nachdenkt und sich Sorgen macht und sich entsprechend vorbereitet.
 
So manch mögliche problematische Entwicklung von KI, die hier ja angerissen wurde, lassen sich mit „Mir scheint die Sonne aus dem A…“ und „Pippi Langstrumpf Mentalität“ aber nicht erörtern. Es geht doch nicht darum das man sich deshalb sorgengram in den Schlaf weint sondern sich mit allen Aspekten, auch den negativen, auseinandersetzt. Das hat mit Pessimismus nichts zu tun.
Wenn ich Zweifel oder Bedenken immer nur unter der „Optimist - Pessimist Schiene“ betrachte komme ich kein Stück weiter, keine Entwicklung.
 
Ist halt auch immer eine Frage der persönlichen Situation.
Ich denke wir können annehmen, dass @Sequoia in einer Situation ist, wo er sich keine großen finanziellen Sorgen machen muss und offenbar auch genug Freizeit hat um nahezu 20.000 Beiträge in einem Online-Forum zu schreiben.
Da muss man natürlich nicht groß pessimistisch in die Zukunft blicken. Wenn das Auto kaputt geht.. kauft man halt ein neues. Wenn man den Job verliert hat man genug Rücklagen um sich was neues zu suchen oder umzuschulen.
Also bleiben einfach nur Dinge übrig, gegen die man ohnehin nicht groß vorbereitet sein kann: Unfall etc. Da lohnt es sich also nicht groß Gedanken drauf zu verschwenden.
Für andere Leute sieht das vielleicht anders aus und sie investieren dann entsprechend Zeit und Gedanken um sich auf den Fall der Fälle vorzubereiten, damit man im Falle eine kurzzeitigen Jobverlusts z.B. nicht direkt im Chaos versinkt.

Ich hab mir früher auch viel mehr Sorgen um die Zukunft gemacht, Probleme antizipiert und in vielen Fällen war das auch durchaus sinnvoll, um eben dann diese Probleme zu umgehen.
Jetzt wo ich einen gut bezahlten Job mit viel Freizeit hab, unkündbar bin und das auch zukunftssicher ist, finanzielle Rücklagen im Spiel sind, lebe ich auch mehr entspannt in den Tag.
Aber ich kenne eben auch eine Menge Leute, die nicht in dieser Situation sind, die beim Einkaufen genau auf Preise achten müssen um am Ende des Monats noch Geld zu haben, für die eine kaputte Waschmaschine eine Katastrophe ist, wo man jetzt schon einmal möglichst Geld zurücklegen muss, um im Fall des Falles das dann halbwegs abfedern zu können.

Es geht ja auch weniger darum, ob man grad aktuell ein Problem hat (wie Sequioas Grafik sagt), sondern ob man in Zukunft eines hat.
Denn dann kann man halt nur etwas dagegen unternehmen, wenn man früh genug darüber nachdenkt und sich Sorgen macht und sich entsprechend vorbereitet.
Das ist alles schön, gut und richtig. Aber was mir nicht in den Kopf will: warum machen sich die Leute dann noch zusätzlich selbst die Probleme und Sorgen?

Ja, ich habe einen Job, in dem ich i.d.R. Viel Zeit habe, mit während der Arbeit meinem Hobby (Apple) widmen zu können. Aber ich habe auch einen Job, in dem es nach einem ärztlichen Besuch schnell vorbei sein kann. Dennoch laufe ich nicht in Watte gepackt durch die Gegend, oder mache mir Gedanken. Ich kann es nämlich eh nicht ändern.
Dazu bin ich absoluter Fachidiot und ein Neuanfang in einer anderen Firma ist mittlerweile (aus diversen, branchenüblichen Dingen) nicht möglich. Die Dinge, die bleiben: viel Freizeit, viel „Me-Time“, und eine gute Bezahlung.
Ich jage aber auch nicht materiellen Luxusgütern hinterher. Ich erfreue mich an meiner Familie, an meinen Beiden Senioren-Hunden (14 und 15), an meinen (beiden) zu Hause.
Ich möchte damit hier explizit Niemanden ansprechen, denn dazu kenne ich Euch nicht.

Aber es gibt einfach so viele Menschen, die sich zusätzlich noch diese Probleme machen. Wir haben auch solche Bekannte, die in Allem etwas schlechtes sehen, was die Zukunft betrifft. Sie machen sich den ganzen Tag Gedanken. Das überträgt sich auch auf ihren Sohn, und das merkt man ihm an. Er ist total unsicher in der Welt.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Stimmt. Zeit für durchschnittlich unglaubliche DREI Beiträge pro Tag? Hut ab, vor soviel Freizeit. Werd ich doch glatt fast neidisch.
Weiß nicht, wieso man das ins Lächerliche ziehen muss. Es ist ja nicht nur die Zeit, die man braucht um den Beitrag zu schreiben, sondern auch die Diskussion zu lesen etc.
Bin mir ziemlich sicher, dass Sequioa (und auch du)(auch manchmal auch ich) hier bestimmt ne Stunde am Tag rumhängen. Find ich nicht unwesentlich.
 
Werden beim Beitragscounter aber nicht einige Forenbereiche nicht gezählt? Ich dachte, dass n bestimmter Offtopic-Bereich nicht mitgezählt wird, damit der Beitragscounter nicht mit den üblichen Spamthreads hochgepusht werden kann.
 
Ja. Ich meine alles im „Community“ Bereich wird nicht mit gezählt.
 
Weiß nicht, wieso man das ins Lächerliche ziehen muss.
Das war überhaupt kein Versuch, etwas ins Lächerliche zu ziehen? Nur eine Feststellung.

Ich denke, eine Stunde AT-Forum pro Tag ist nicht viel. Es ist ja auch eine Art Hobby - und für sowas soll/muss die Zeit auch drin sein.

Kommt sogar hin:
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Sowas müsste es auf deutsch geben, denn hierzulande können die, denen man das ins Gebetbuch schreiben möchte, kein Englisch können.
Nunja, vielleicht kein Wunder, wenn schon die Suche auf Amazon viele zu überfordern scheint... Wie gesagt: Das wird durch den Einsatz von ChatGPT & Co. ganz sicher nicht besser.

Von einer deutschen Übersetzung würde ich glatt ein Dutzend kaufen und verschenken. Damit ein paar Leute mal aufwachen.
Dann mal los. Ist auch kein Affiliate-Link oben 😉

Schmeiß einem Anfänger Powerpoint vor die Füße und sage ihm, damit kann er Präsentationen einfacher und schneller erstellen, als mit einem Textprogramm. Wie lange braucht er, bis das tatsächlich stimmt?
Der Vergleich hinkt: In diesem Fall stellt jeder fest "kann er nicht". Schmeiß einem Anfänger PPT mit Copilot hin und er wird eine glänze Präsentation erstellen. Dass da Unsinn 'drin steht, bemerken dann ob Hochglanzpräsentation noch weniger Leute... So wird man heute "Experte". Nie war es so einfach in 20sec ausgefeilt formulierten Unsinn zu fabrizieren. Auffallen tut es nur dennen, die a) genau hinfören/-fucken und b) inhaltlich bewerten können. Wenn das Auditorium auch nicht mehr selber denkt, sondern die KI "zusammenfassen" lässt...! Und "zusammenfassen" ist ja nun inzwischen ein Euphemismus für TL;DR.

Klar. und auch Kinder leben so unbeschwert, weil sie nicht spekulativ in die Zukunft schauen.
Dann wünsche ich dir, dass sie dir nie vorwerfen werden, durch deine Einstellung ihnen diese ruiniert zu haben. Es gibt nämlich durchaus Prozesse, die länger als eine Generation laufen. Z.B. in meiner Generation all die Leute die jetzt feststellen "Oh, demografischer Wandel. Oh, meine Rente deckt meinen Lebensstandard nicht. Oh', ich habe eine Rentenlücke, weil ich nicht vor 40 Jahren angefangen habe, privat abzusichern." Die haben alle unbeschwert gelebt und nicht spekulativ in die Zukunft geschaut.
 
ch denke, eine Stunde AT-Forum pro Tag ist nicht viel. Es ist ja auch eine Art Hobby - und für sowas soll/muss die Zeit auch drin sein.
Richtig, für mich ist dieses und mein eigenes ein Hobby. Und jedes Hobby braucht seine Zeit. Eine Stunde am Tag reicht da nicht.

Gruß
Andi
 
Dann wünsche ich dir, dass sie dir nie vorwerfen werden, durch deine Einstellung ihnen diese ruiniert zu haben. Es gibt nämlich durchaus Prozesse, die länger als eine Generation laufen. Z.B. in meiner Generation all die Leute die jetzt feststellen "Oh, demografischer Wandel. Oh, meine Rente deckt meinen Lebensstandard nicht. Oh', ich habe eine Rentenlücke, weil ich nicht vor 40 Jahren angefangen habe, privat abzusichern." Die haben alle unbeschwert gelebt und nicht spekulativ in die Zukunft geschaut.
Was holst du denn jetzt aus der Schublade. Das hat doch mit dem ganzen hier überhaupt nichts zu tun. Aber man kann natürlich hier irgendwelche Kausalitäten versuchen herzustellen, die einfach nicht vorhanden sind. Viel Glück.

Sich Sorgen über Krieg, ki, und so weiter zu machen, also über ungeliebte Eier, hatten mit der Rentenlücke genau was zu tun?

Es tut mir leid, dass diese dich wohl betrifft. Und es tut mir leid, dass du nicht sorgenloser zu leben scheinst. Aber finanzielle Unabhängigkeit und Vorsorge hat mit spekulativer Sorge nichts zu tun. Das weißt du selber, hoffe ich zumindest.

Aber vielleicht hast du's auch einfach nicht verstanden, dass das Zitat, was du von mir hier angebracht hast, auf eben diese selektiven Dinge bezogen ist. Wie hat mein Großvater schon immer gesagt: this is the German angst 😱
 
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Mir fällt nur auf, dass viele sich gedanklich schon Sorgen über Szenarien machen, die nie eintreten werden.
Wie z.B. ein Krieg mit Russland, systematische Unterstützung rechtsradikaler Kräfte in Deutschland durch die amerikanische Regierung, Dürren und Überflutungen auf Grund weiter zunehmender Klimaerwärmung (statt Abkühlung) und ähnliche esoterische und unwahrscheinliche Szenarien?

Ich bin ganz froh, eher Optimist als Pessimist zu sein, damit lebt es sich deutlich angenehmer.
Das, was du hier von dir gibst, ist nicht optimistisch. Man nennt es wahlweise Ignoranz oder Egoismus - je nach Motivation für deine Einstellung. Genügend Leute mit deiner Einstellung sind das Fundament jeder Dystopie.

Jetzt wo ich einen gut bezahlten Job mit viel Freizeit hab
So einen will ich auch. Meine Erfahrung ist leider, dass das erste das zweite ausschließt 😭