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NRW schafft Kopfnoten wieder ab

Nathea

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Es geht darum dass man nicht aufgrund von vor Jahren vergebenen Kopfnoten beurteilen kann, die über das derzeitige Sozialverhalten (z.B. 4/5 Jahre später) rein gar nichts mehr aussagen.
Ich bin davon überzeugt, dass Schüler, die sich während ihrer Schulzeit als unwillige, stänkernde, andere verprügelnde und mobbende Störenfriede präsentiert haben (und sich dafür eine entsprechend schlechte Benotung verdient haben), in wenigen Jahren nicht plötzlich zu braven, strebsamen, höflichen und andere Mitmenschen respektierenden Azubis oder potentiellen Arbeitnehmer mutieren können.

Entsprechend empfinde ich Benotungen (oder alternativ Textbeurteilungen) sehr wohl als ein Indiz (!!!) dafür, was ein Arbeitgeber von diesem Schüler zu erwarten haben wird. Dass es dabei eine gewisse Unschärfe gibt, dass Menschen sich bis zu einem gewissen Grade verstellen oder anpassen können, wissen auch diese Arbeitgeber sehr wohl. Und es soll sogar Personalleiter geben, denen für bestimmte Positionen sogar ein gewisser "Drang zum Ungehorsam" ;) gar nicht unangenehm sein soll.
 

.DE

Antonowka
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Ich bin davon überzeugt, dass Schüler, die sich während ihrer Schulzeit als unwillige, stänkernde, andere verprügelnde und mobbende Störenfriede präsentiert haben (und sich dafür eine entsprechend schlechte Benotung verdient haben), in wenigen Jahren nicht plötzlich zu braven, strebsamen, höflichen und andere Mitmenschen respektierenden Azubis oder potentiellen Arbeitnehmer mutieren können.
Ich würde meine Aussagen gern präzisieren, dies wird mir allerdings erschwert, da ich mit meinem Smartphone schreibe.
Gemeint sind nicht die Schläger o.Ä. sondern der durchaus nette Durchschnitts-Schüler.
In der Schulzeit quatscht und albert man nunmal manchmal mit seinen Kumpels rum. Das ist nunmal so.
Dafür dann z.B. eine 3 im Sozialverhalten zu bekommen ist absoluter Müll.

Ein Beispiel von meinem Vater: Im Abschlussjahr (Abitur) hat er seinem Zwillingsbruder mit einem Luftgewehr aus Spass in den Hintern geschossen. Das Loch existiert noch. Das ist nur eine von 255446663 verrückten Geschichten.
Seit seinem Abitur ist er beim LWL Sozialarbeiter für schwer Erziehbare und Drogenabhängige.

Für mich ein Beispiel, dass Kopfnoten nicht zwangsläufig etwas mit dem wirklichen Verhalten später im Job zu tun hat. In der Schule ist man nunmal unter Freunden, mit denen man Quatsch macht.

Eine Textausarbeitung, wie du es angesprochen hast wäre perfekt, doch das ist auf 2500 Schüler (meine Ex-Schule) nicht machbar.
Grüße
.DE

P.S.: Schön, dass hier eine solche Diskussion entsteht. Man sieht die verschiedenen Sichtweisen von Arbeitgebern, Lehrern, Schulern usw.
 

svaeni

Reinette Coulon
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Aber ist es nicht auch im Beruf so, dass im Zuegnis, wenn auhc verklausuliert, enthalten ist, wie derjenige sich benommen hat? Es wäre doch merkwürdig, wenn Arbeitgeber die ältere Menschen einstellen solche Hinweise zur Verfügung haben, während ausbildende Betriebe, die ein viel höheres Risiko fahren, wenn sie entscheiden jemanden auszubilden, diese zusätzliche Information nicht haben dürfen, oder?