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OpenAI: Updates und strategische Neuausrichtung mit GPT-5

OpenAI hat in den letzten Tagen umfangreiche Ankündigungen gemacht, die sowohl kleinere Updates für bestehende Modelle als auch eine langfristige strategische Neuausrichtung umfassen. Die neuen Funktionen und die geplante Einführung von GPT-5 zeigen, wie sich das Unternehmen weiterentwickeln möchte, um künstliche Intelligenz effizienter und benutzerfreundlicher zu gestalten.

Updates für ChatGPT: Hochladen von Dateien und umfassendere Recherche

Die KI-Modelle o1 und o3-mini unterstützen ab sofort das Hochladen von Dateien und Bildern, ein Feature, das die Einsatzmöglichkeiten erheblich erweitert. Insbesondere für Nutzer:innen, die visuelle Daten oder dokumentenbasierte Aufgaben bearbeiten, ist dies ein bedeutender Fortschritt. Außerdem hat OpenAI die Anfragenlimits für o3-mini-high auf das Siebenfache erhöht. Abonnent:innen des Plus-Plans können nun bis zu 50 Anfragen pro Tag stellen, ein deutlicher Zuwachs im Vergleich zur bisherigen Begrenzung.

Besondere Aufmerksamkeit verdient die Einführung der „Deep Research“-Funktion, die ab sofort plattformübergreifend auf iOS, Android, macOS und Windows verfügbar ist. Diese Funktion richtet sich vor allem an Pro-Nutzer:innen und erlaubt eine präzisierte Analyse und ausführliche Recherche direkt aus der ChatGPT-App heraus. Eine Besonderheit: Auch Nutzer:innen in der EU profitieren nun davon, da die Funktion hier ebenfalls freigeschaltet wurde.

Einstellung der o3-Entwicklung: Fokus auf GPT-5 als zukünftiges Kernstück

Ein weiterer großer Schritt seitens OpenAI ist die Einstellung der geplanten Entwicklung des Modells o3. Stattdessen wird dessen Technologie direkt in das neue Modell GPT-5 integriert. OpenAI verfolgt damit das Ziel, die bisher komplexe Modellstruktur zu vereinfachen und ein intuitiveres, universelles System zu schaffen. Laut CEO Sam Altman steht hierbei die Nutzerfreundlichkeit im Vordergrund, was offensichtlich ein wichtiger Bestandteil der neuen Entwicklungsstrategie ist.

Diese Entscheidung löst das Problem einer überladenen Benutzeroberfläche im ChatGPT-Interface und signalisiert den Übergang hin zu einem zentralisierten Ansatz. Nutzer:innen erwartet somit ein klareres und effizienter zugängliches KI-Tool, ohne durch zu viele Modelloptionen verwirrt zu werden – eine Entwicklung, die auch Google und andere große Anbieter nachziehen könnten, wie Altman betonte.

GPT-4.5 als Übergangsmodell vor dem Start von GPT-5

Bevor GPT-5 eingeführt wird, plant OpenAI noch die Veröffentlichung von GPT-4.5, intern unter dem Codenamen Orion bekannt. Dieses Modell wird das letzte sein, das ohne die sogenannte Chain-of-Thought-Technologie arbeitet, eine Funktion, die für komplexe Bereiche wie Mathematik und Physik signifikante Verbesserungen bringt. Mit GPT-4.5 schlägt OpenAI also eine Brücke zur neuen Modellgeneration, auch wenn diese Version noch nicht alle fortschrittlichen Funktionen enthalten wird.

Der Launch von GPT-5, geplant für die Zukunft, wird diese Lücke schließen, indem es leistungsstärkere Algorithmen einführt und die bisherigen Entwicklungen in ein einziges Modell integriert. Dazu gehören unter anderem Spracheingabe, Canvas-Funktionen, verbesserte Suchmöglichkeiten sowie Deep-Research-Fähigkeiten. Entsprechend seiner bisherigen Strategie wird OpenAI unterschiedliche Leistungsstufen des neuen Modells anbieten – von einer Standardversion mit unbegrenztem Zugriff bis hin zu exklusiven, leistungsfähigeren Varianten für Plus- und Pro-Abonnent:innen.

Zukunftsperspektive: Ein einheitliches System für alle Aufgaben

Die Vision hinter der Einführung von GPT-5 besteht darin, KI-Werkzeuge so miteinander zu vereinen, dass sie nahtlos zusammenarbeiten und ein breites Spektrum von Aufgaben effizient abdecken können. OpenAI positioniert sich damit als führender Akteur in der Entwicklung einer integrierten, universellen KI, die sowohl professionelle als auch alltägliche Anforderungen erfüllt. Durch die Einstellung der o3-Entwicklung und die Verschmelzung seiner besten Funktionen in GPT-5 ist es wahrscheinlich, dass OpenAI nicht nur die Komplexität für die Nutzer:innen reduziert, sondern auch seine Technologien gezielter und ressourcenschonender einsetzen kann.

Die kommenden Monate werden also spannend, sowohl für bestehende Nutzer:innen als auch für potenzielle neue Anwender:innen. Mit der Einführung von GPT-4.5 und den langfristigen Plänen für GPT-5 könnte 2025 für OpenAI ein weiterer bedeutender Wendepunkt werden.

Via X

Jan Gruber

Chefredakteur Magazin und Podcasts

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