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iPhone könnte bald bis zu 2.300 Dollar kosten – Analysten warnen vor Tariffolgen

Neue US-Zölle auf Importe könnten erhebliche Auswirkungen auf Elektronikprodukte haben. Laut einer aktuellen Analyse des Finanzdienstleisters Rosenblatt Securities könnten die Preise für Apples iPhones massiv steigen – insbesondere bei den High-End-Modellen.

Tarife könnten iPhone-Preise um über 40 Prozent steigen lassen

Derzeit beginnt der Einstiegspreis des iPhone 16 in den USA bei 799 Dollar. Nach Einschätzung der Analyst:innen könnte dieser Preis infolge der neuen Einfuhrzölle auf bis zu 1.142 Dollar steigen – ein Anstieg von etwa 43 Prozent. Noch drastischer fällt die Projektion beim iPhone 16 Pro Max mit 1 TB Speicher aus. Dieses Modell kostet aktuell 1.599 Dollar und könnte demnach bald fast 2.300 Dollar kosten.

Diese Berechnungen basieren auf der Annahme, dass Apple die zusätzlichen Kosten vollständig an die Verbraucher:innen weitergibt. Ob das Unternehmen diesen Weg tatsächlich geht, bleibt offen. In der Vergangenheit hatte Apple bei ähnlichen Herausforderungen teilweise Ausnahmeregelungen erwirkt.

Apple hofft auf Ausnahmen – bleibt aber unter Druck

Das Unternehmen hat seine Lieferketten zuletzt teilweise diversifiziert und Produktion nach Indien

, Vietnam und andere asiatische Länder verlagert. Allerdings sind viele dieser Standorte ebenfalls von den neuen Zöllen betroffen. Sollte es Apple nicht gelingen, Ausnahmeregelungen zu erlangen, könnten sich die Produktionskosten weiter erhöhen. Ein weiterer Unsicherheitsfaktor ist die Frage, ob Apple über ausreichend Lagerbestände in den USA verfügt, um kurzfristige Preissteigerungen zu vermeiden.

Aus Sicht der Investoren steht derzeit viel auf dem Spiel. Sollte Apple gezwungen sein, die höheren Kosten an Kund:innen weiterzugeben, könnten Verkaufszahlen unter Druck geraten. Gleichzeitig steigen die Erwartungen, dass Apple politisch auf Ausnahmen hinwirkt – ähnlich wie bei früheren Zollrunden.

Auswirkungen auf Verbraucher:innen und Markt

Ein möglicher Preis von 2.300 Dollar für ein iPhone 16 Pro Max wäre ein Novum. Damit würde das Gerät preislich in Regionen vordringen, die bislang Premium-Laptops oder professionelle Kameras vorbehalten sind. Ob Kund:innen diesen Preis zu zahlen bereit sind, ist fraglich.

Die kommenden Wochen dürften entscheidend sein. Die angekündigten Zölle treten am 9. April in Kraft. Erst dann wird sich zeigen, ob Apple kurzfristig reagieren oder mittelfristig neue Preisstrategien entwickeln muss.

Via: 9To5Mac

Michael Reimann

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