Das US-Justizministerium möchte Apple dazu zwingen, die Behörden im Rahmen von Ermittlungen beim Zugriff auf beschlagnahmte iPhones zu unterstützen. Ein US-Richter hat dazu nun bei Apple nachgefragt und die Antwort erhalten, dass es aufgrund der Verschlüsselungstechnologien unter aktuellen Betriebssystemen „unmöglich“ sei, auf die Daten eines mit Passcode gesperrten iPhones zuzugreifen.
Hintergrund sind die mit iOS 8 eingeführten verstärkten Verschlüsselungsmethoden, an denen offenbar selbst Apple nicht vorbei kommt. Nach den aktuellen Angaben auf der Apple-Webseite befinden sich nur 9 Prozent der aktiv verwendeten iOS-Geräte auf iOS 7 oder älter. Die Aufforderungen des Justizministeriums wären bei einem Großteil der Geräte somit „unmöglich zu erfüllen“, so Apple.
Lediglich bei Geräten mit älteren Betriebssystemen habe man prinzipiell die „technische Möglichkeit“, den Behörden beim Datenzugriff zu helfen. Apple bittet den Richter jedoch, den Aufforderungen des Justizministeriums nicht einzuwilligen. „Apple ohne eindeutige rechtliche Befugnisse dazu zu zwingen, Daten zu extrahieren, könnte das Vertrauen zwischen Apple und seinen Kunden gefährden und die Marke Apple substantiell beeinträchtigen“, so der Anwalt des Konzerns.
Die Verschlüsselung der Daten unter iOS ist dem US-Justizministerium bereits seit Jahren ein Dorn im Auge. Sie befürchten, dass sich Kriminelle aufgrund der sicheren Kommunikation zunehmend auf Apple-Geräte verlassen könnten. Auch die US-amerikanische Drogenvollzugsbehörde DEA bekrittelte, dass man per iMessage übermittelte Nachrichten nicht einmal mit einer richterlichen Anordnung abfangen könne.
Bild von TechStage (flickr), bestimmte Rechte vorbehalten
Via Reuters
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