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Visa und American Express kämpfen um den „Apple Card“-Deal

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Geschrieben von: Jan Gruber
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Die Zusammenarbeit zwischen Apple und Goldman Sachs bei der Apple Card könnte schon bald Geschichte sein. Goldman Sachs hat Berichten zufolge bereits seit 2023 das Ziel, sich aus dem Geschäft zurückzuziehen. Apple sucht aktiv nach einem neuen Partner. Nun kämpfen die Zahlungsnetzwerke Visa, American Express und auch der bisherige Anbieter Mastercard verbissen darum, die Apple Card in ihr System zu integrieren.

Visa, American Express und Mastercard im Wettbewerb​


In einem intensiven Konkurrenzkampf versuchen Visa und American Express, Mastercard als Zahlungsdienstleister der Apple Card abzulösen. Dem „Wall Street Journal“ zufolge hat Visa Apple eine Vorauszahlung von 100 Millionen Dollar angeboten, um sich den lukrativen Vertrag zu sichern. Gleichzeitig zeigt sich auch American Express interessiert und geht offenbar weiter, indem sie den gesamten Betrieb und die Abwicklung der Apple Card übernehmen möchte.

Aktuell verarbeitet Mastercard die Transaktionen der Apple Card, möchte diese Position jedoch weiterhin verteidigen. Unter anderem wird geprüft, ob die interne Finicity-Plattform für die Apple Card genutzt werden kann. Für Apple bleibt derweil entscheidend, nicht nur ein zuverlässiges Zahlungsnetzwerk, sondern auch einen passenden Partner für die Ausgabe der Kreditkarte zu finden.

Herausforderungen für Apple und Goldman Sachs​


Die Apple Card, die seit ihrer Einführung 2019 große Kundenzufriedenheit genießt, hat sich für Goldman Sachs als Verlustgeschäft erwiesen. Während viele Nutzer:innen die angebotenen Finanzierungsmöglichkeiten nicht in Anspruch nehmen, bleiben andere zahlungssäumig. Goldman Sachs bezifferte die Verluste auf mehrere Milliarden Dollar und entschied sich, das Projekt aufzugeben.

Apple selbst kann das hohe Kreditvolumen der Apple Card nicht direkt abwickeln. Deshalb benötigt das Unternehmen sowohl eine Bank für die Ausgabe der Karten als auch ein Netzwerk für die Zahlungsabwicklung. Mit Visa, American Express und Mastercard gibt es jedoch gleich mehrere Anbieter, die Interesse an einer Zusammenarbeit zeigen.

Die nächste Phase für die Apple Card​


Für Apple steht viel auf dem Spiel. Das Unternehmen hat es geschafft, mit der Apple Card eine innovative Kreditkarte zu schaffen, die vor allem in den USA bereits über 12 Millionen Nutzer:innen hat. Die Auswahl eines neuen Partners muss sowohl technologische als auch wirtschaftliche Kriterien erfüllen. Gleichzeitig wird eine langfristige Lösung benötigt, die Apples Fokus auf Benutzerfreundlichkeit und Sicherheit stärkt.

Via Wall Street Journal

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Salud

Golden Noble
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Die größte Herausforderung für Amex würde dann darin bestehen die Akzeptanzstellen rasch und ordentlich auszubauen. Außer man will die Karte nur in den USA anbieten.
Da scheint man ja ein wenig besser aufgestellt zu sein als in Europa.
 
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Osiris-ZH

Idared
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Ist es durch die EU-seitige Deckelung der KK Gebühren nicht unsinnig, bestimmte Anbieter nicht anzunehmen?
 

MichaNbg

Breuhahn
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Ist es durch die EU-seitige Deckelung der KK Gebühren nicht unsinnig, bestimmte Anbieter nicht anzunehmen?
Wie immer kommt es auf deinen Vertrag an. Und die Gebühren sind ja nicht durchgängig gedeckelt. Zumindest nicht für den Händler. Die eigentlchen Kosten der Netzwerke sind (afaik!) auf 0,3% gedeckelt. Der Dienstleister den du beauftragst für dich abzurechnen packt da aber nochmal ganz andere Kosten und Gebühren oben drauf. Und dann kommts auch oft darauf an, ob du POS oder Online arbeitest....

Gibt Dienstleister, die verlangen für Abwicklung am POS 1,7% und Online dann 2,5%. (vermutlich Risikomanagement, keine Ahnung). Also Umsatzanteil vom Händler. Und Amex wird da oft immer noch anders behandelt als MC oder Visa.
 

FuAn

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Unwahrscheinlich, dass tatsaechlich einen Bieterwettbewerb um die AppleCard gibt. Sonst haette GS mittlerweile tatsaechlich einen ernsthaften Käufer gehabt. Visa mag vielleicht gerne das Transaktionsgeschäft haben, es tut sich aber weiterhin keine Bank auf die gerne das Kartengeschäft von GS übernehmen wuerde. CapitalOne, Chase, Citi alle mehrfach durch die Medien gegeistert um dann wieder sang und klanglos von der Bühne der möglichen Käufer zu verschwinden. Am wahrscheinlichsten waere noch Synchrony, das waere aber wohl der Todesstoß, denn dann wuerde die Karte als Konsumkredit negativen Einfluss auf den credit score und damit noch wenige Anhänger finden.
Dass sich Amex darum bemüht kann ich mir so wirklich gar nicht vorstellen, denn die wären ja nicht nur Zahlungsabwickler sondern auch Ausgeben und alles andere als dafuer bekannt sich im sub prime maket zu bewegen. Kann mir kaum vorstellen das sich Amex ein Bestandskundengeschaeft mit einer Ausfallrate von 28% der Kunden aufschwatzen lässt.
 

voyager

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Gibt Dienstleister, die verlangen für Abwicklung am POS 1,7%
Vorallem die Dienstleister "ohne Grundgebühr" wie Sumup,... haben im Verhältnis recht hohe Transaktionsgebühren für den Händler, kann sich aber für kleine Geschäfte, Wochenmärkte,.. trotzdem rechnen. Teilweise kommen noch mal 20-40cent/Transaktion oben drauf

Die großen Anbieter mit Grundgebühr sind bei uns alle schon deutlich unter 1% (AT), und verlangen für Bankkarte und KK (Master, Visa) das selbe. AMEX und Diners lass ich mal aussen vor.
 

Osiris-ZH

Idared
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Sumup verlangt 1,39% vom Umsatz, völlig egal, welche Karte du nimmst. Und ohne zusätzliche Transaktionsgebühr.
 
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MichaNbg

Breuhahn
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Sumup verlangt 1,39% vom Umsatz, völlig egal, welche Karte du nimmst. Und ohne zusätzliche Transaktionsgebühr.
Gilt nur für POS. Online im Non-Abo Modell sogar 2,5%
Und im Abo-Modell gilt bsp:

***Die Transaktionsgebühr von 0,79 % gilt für alle inländischen Verbraucherkarten. Für internationale und kommerzielle Karten (einschließlich American Express) fällt eine Transaktionsgebühr von 1,99 % an.
 

Salud

Golden Noble
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Gilt nur für POS. Online im Non-Abo Modell sogar 2,5%
Und im Abo-Modell gilt bsp:

***Die Transaktionsgebühr von 0,79 % gilt für alle inländischen Verbraucherkarten. Für internationale und kommerzielle Karten (einschließlich American Express) fällt eine Transaktionsgebühr von 1,99 % an.
Solche Beschreibungen sollten verboten werden. Müsste direkt auf der Angebotsseite alles stehen und nicht mit 3 Sternen und am Ende der Seite.

Sonst kümmert sich die EU doch auch um alles 🫠