• Apfeltalk ändert einen Teil seiner Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB), das Löschen von Useraccounts betreffend.
    Näheres könnt Ihr hier nachlesen: AGB-Änderung
  • Drei sehr unterschiedliche Fotos warten bei unserem Februat-Thema - Quadrat zum Quadrat - darauf, von Euch bewertet zu werden. Los, auf geht’s! Hier geht es lang zur Abstimmung --> Klick

Unabsichtlich 'n Abo abgeschlossen - Und jetzt?

Crlmnstr

Fießers Erstling
Registriert
25.01.09
Beiträge
128
Nichtsahnend surfe ich mit meinem iPhone durch's Web, tippe aus Versehen auf einen Werbebanner und auf der nachfolgenden Seite tippe ich beim Scrollen auf einen noch nicht fertig geladenen Button und bin... *trommelwirbel*... Abonnent eines Horoskop-SMS-Dienstes geworden. Klasse. 2,99€ pro 5 Tage, wie man mir ein paar Minuten später per SMS mitteilte, ohne dass ich auch nur einmal meine Nummer angegeben habe. Wahrscheinlich noch nicht mal für mein eigenes Sternzeichen (!) - welchen Button ich da angeklickt habe, konnte ich ja leider nicht sehen. Eine Horoskop-SMS habe ich bisher nicht bekommen.

Ich hab' mir natürlich noch einmal die Seite mit den verschiedenen Buttons danach angeguckt und finde ganz unten tatsächlich den Hinweis, dass ich ein Abo abschließe, wenn ich auf einen dieser dämlichen Buttons klicke. Kein Double-Opt-In und keine nochmalige Bestätigung per SMS - einfach anklicken und das Abo ist abgeschlossen.

Genau diese Sache mit den Abos, die man unabsichtlich auf den ganzen Internet-Handys bucht, hört man ja mittlerweile öfter in den Medien. Ich hätte niemals gedacht, dass mir auch mal sowas passiert, denn ich dachte, dass ich eigentlich recht gut darauf achte. In den Medien ist dann eben meist die Rede von Leuten, die den Betrag dann zusätzlich auf ihrer Monatsrechnung vorfinden.

Bei mir gestaltet es sich aber leider etwas anders: Ich besitze eine Prepaid-Karte, die beim Bestellen des Abonnements knapp unter 0,50€ Guthaben hatte. 2,99€ konnte ich also bisher gar nicht bezahlen. Eine SMS, dass ich das Abo bestellt habe, mit dem Preishinweis, habe ich trotzdem erhalten.

Tja, was mach ich nun? Dem Abo widersprechen? In den AGB ist tatsächlich die Rede von einem 2-wöchigen Widerrufsrecht. Da gefällt mir dann aber der markierte Teil wieder nicht.

Das Widerrufsrecht besteht nicht bzw. erlischt, sofern es sich um eine Dienstleistung handelt, die der Nutzer seinerseits veranlasst hat, oder blahblahblahblahbla.de mit der Ausführung der angeforderten Dienstleistung mit ausdrücklicher Zustimmung des Kunden vor Ende der Widerrufsfrist begonnen hat (§ 312d Abs. 3 BGB), oder der Vertragsgegenstand aufgrund seiner Beschaffenheit nicht für eine Rücksendung geeignet ist (§ 312d Abs. 4 Nr. 1 BGB), z.B. beim Download von Klingeltönen, Logos oder Spielen sowie beim Empfang von Informationen per SMS.
Scheinbar habe ich also kein Widerrufsrecht, denn diesen blöden Dienst habe ich durch den unabsichtlichen Klick auf den Button ja veranlasst. (Dann hat man aber anscheinend nie 'n Widerrufsrecht, oder verstehe ich den Teil einfach falsch?)

Dann wird mir nur noch in der SMS angeboten, das Abo zu kündigen. Per E-Mail, per Post oder per SMS mit dem Text stop alle an 'ne 5stellige Nummer. Das würde ich sogar machen, wenn ich genügend Geld auf der Karte gehabt hätte und mir 2,99€ abgebucht wurden. Das Geld hätte ich dann einfach als Lehrgeld betrachtet. Aber jetzt hab' ich ja eben irgendwie gar nichts bezahlt, weil ich kein Geld auf der Karte hab'. Da kann ich dann ja nichts kündigen ohne für das, was ich kündige, gezahlt zu haben.

Darf ich mich jetzt etwa über 'ne Mahnung freuen, weil ich diese verdammten 2,99€ nicht bezahlt habe? Was soll ich nun tun? :-c
 
Zuletzt bearbeitet:

Gokoana

Bittenfelder Apfel
Registriert
25.12.07
Beiträge
8.088
Für die Zukunft: Hotline anrufen, Premium-Dienste sperren lassen, fertig.

Damit drehst Du derartigen Geschäftsmodellen den Hahn zu.
 

Crlmnstr

Fießers Erstling
Registriert
25.01.09
Beiträge
128
Geht leider nicht bei o2, soweit ich weiß. Bei Tchibo, die ja das o2-Netz nutzen, wird's dann wahrscheinlich ebenfalls nicht gehen, aber ich kann ja mal fragen.
 

obermuh

Stina Lohmann
Registriert
10.06.09
Beiträge
1.022
Du hast also ne tchibo karte. Die kauft man doch einfach an der Kasse und muss keine pers. Daten angeben, oder? Wenn die Nummer also nicht mit deiner Person verknüpft ist, musst du dir da weniger sorgen machen... Schlimmstenfalls kommt die SIM in die Tonne und du holst dir ne neue Nummer(ist zwar lästig aber die einfachste Lösung)
 

Phalanx1984

Oberösterreichischer Brünerling
Registriert
12.01.08
Beiträge
720
Also wenn die dir ncihts abbuchen... würd ich auch nichts machen, denn die Kündigungs SMS wird ja auch wieder an eine Premium Nummer geschickt und kostet Geld

Lad halt mal deine Karte auf und beobachte den Kontostand und wenn sie dir was abbuchen kannst ja immernoch kündigen...

Vielleicht leben die auch nur von diesen Kündigungs-SMS....

Also so würde ich das machen, wenn du direkt kündigst, dann kostet es halt die paar Euro auf jeden fall aber dann sollte auch nixmehr kommen von denen...

@Obermuh: ich glaube nicht dass man in D eine Prepaidkarte bekommt ohne seinen Perso vorzuzeigen (denn dann wär die Vorratsdatenspeicherung ja vollkommen fürn arsch, weil alle Terrorosten einfach zu Tchibo gingen ;) )
 

Crlmnstr

Fießers Erstling
Registriert
25.01.09
Beiträge
128
Die Tchibo-Karte kauft man zwar einfach im Laden, nur man muss sie dann Zuhause dann eben über Telefon oder Internet registrieren. Bei meiner Karte wurden die echten Daten (von meinem Vater) angegeben. :(

Also wenn die dir ncihts abbuchen... würd ich auch nichts machen, denn die Kündigungs SMS wird ja auch wieder an eine Premium Nummer geschickt und kostet Geld

Ja, sie kostet wahrscheinlich Geld. Denn ob eine SMS an die Nummer überhaupt etwas kostet und wenn ja, wie viel, weiß ich nicht. Da steht nur die Nummer und der Text, den ich senden soll. Von 'nem Preis ist keine Spur zu sehen - kann also gar nichts, 0,19€ oder 100€ kosten. :( (19:46Uhr: Ah, jetzt hab' ich was in den unendlichen Weiten der AGB gefunden. Die Kosten pro Kündigungs-SMS sind abhängig vom jeweiligen Mobilfunkvertrag... also eben der normale SMS-Preis, oder?)

Mit Google bin ich auf ein paar andere Leute gestoßen, die ebenfalls Probleme mit der gleichen Firma haben. Da geht's dann aber leider immer nur darum, dass die bereits 'nen Betrag abgebucht haben. Bei mir haben sie's ja nicht, weil's nicht geht. Was das Kündigen angeht, soll eine SMS nichts bringen, weil dort wohl immer 'n Fehler auftritt. Ansonsten soll zumindest per E-Mail und über 'ne Hotline 'ne Kündigung tatsächlich gehen.

Ich hab' jetzt erst mal 'ne E-Mail mit 'nem Widerruf an diese Firma geschickt. Eine Bestätigungsmail, dass meine Mail angekommen ist und innerhalb von 2 Tagen bearbeitet wird, habe ich bereits erhalten. Ich hoffe, dass sich das so irgendwie löst, denn ob ich nun überhaupt widersprechen kann oder nicht, weiß ich auch nicht so wirklich. Ansonsten hol' werde ich mir dann eben neues Guthaben holen und schauen, ob die da noch was abbuchen...

... und hoffentlich bekomme ich nicht irgendsoeine Horoskop-SMS. Bisher hab' ich ja keine bekommen. >_<
 
  • Like
Reaktionen: Neinazwanzga

Neinazwanzga

Fießers Erstling
Registriert
28.10.10
Beiträge
130
Ich würde sicherheitshalber noch bei der Verbraucherschutzzentrale anrufen, den Fall schildern und Rat einholen.
Es ist irgendwie zu einfach gedacht - passt schon, Prepaid Karte war sowieso leer - greif mal einem Nackten in die Tasche.

Aber ohne formell anständige Kündigung flattert da bald die erste Mahnung (inkl. saftiger Gebühren versteht sich) ins Haus.
 

svaeni

Reinette Coulon
Registriert
09.06.10
Beiträge
949
Ich würde:

1. nicht in Foren fragen.
2. Anwaltlichen rat suchen.
3. z.B. wegen Irrtum Anfechten, oder andere schuldrechtliche Möglichkeiten ausloten. Auf jeden Fall zum Anwalt gehen!!!

Wenn du bei O2 bist:

Bei der Servicehotline anrufen 55222, und ganz aufgelöst tun, die sind meist kulant.
 

Kralle205

Weißer Winterglockenapfel
Registriert
24.08.08
Beiträge
893
Sollten sie dir ne Mahnung schicken, schick dreist zurück sie sollten dir gefälligst ne SMS schicken auf die hast du nämlich ebenso Anspruch ;)

Spaß beiseite.

Verbraucherschutzzentrale ist schon allein bei dir nen guter Hinweis, weil ich aus deiner Signatur erkenne, dass du noch nicht besonders alt bist, die Hemmschwelle zum Anwalt zu gehen dahingehend vll etwas höher ist ;).
Nichts desto trotz, kann dir in so einem Fall letztendlich nur ein Anwalt helfen, vermutlich wird dir auch die Verbraucherschutzzentrale den Rat geben zum Anwalt zu gehen. Der wird dich im übrigen vermutlich weniger kosten als wenn du das Geld für dieses überflüssige Abo berappst und man hat persönlich ein besseres Gefühl damit 50€ dafür bezahlt zu haben, dass der Anwalt was macht, als vll 70 € für das Abo zu bezahlen über 2 Jahre (weiß ja nicht wie lang es geht).
 

Crlmnstr

Fießers Erstling
Registriert
25.01.09
Beiträge
128
So, vielen Dank für die zahlreichen Antworten. Mein Problem scheint sich wohl gelöst zu haben.

Wie gesagt, hatte ich ja direkt 'n Widerruf dieses Abonnements an die aufgeführte E-Mail geschickt, obwohl ich gar nicht wusste, ob ich es überhaupt widerrufen kann. In der Zeit, in der ich auf eine Antwort wartete, erhielt ich glücklicherweise keine Horoskop-SMS - es war btw ein Widder-Abo, wie ich später erfuhr. Heute habe ich dann endlich eine Antwort erhalten. In dieser wird mir erklärt, dass ich das Abo erfolgreich widerrufen habe. Sogar Wertersatz würde mir zustehen, wird gesagt, doch da bisher keine Abbuchung des Betrages zustande kam und ich auch diesen Dienst nicht genutzt habe, sei dies gar nicht notwendig. Es scheint also dank des Widerspruchs innerhalb von 25 Minuten nach dem Abschluss des Abos alles gut gelaufen zu sein. :)

Dennoch habe ich noch einmal Tchibo mobil selbst kontaktiert. Eine Sperrung wäre zwar nicht möglich, aber im Falle von irgendwelchen Abbuchungen würde man sich kulant verhalten. Falls doch noch irgendwelche Probleme auftreten sollten, werde ich mich auf jeden Fall an die Verbraucherzentrale wenden.


Sent from my iPhone using Tapatalk
 

svaeni

Reinette Coulon
Registriert
09.06.10
Beiträge
949
Verbraucherzentralen nehmen 10 Euro dafür, dass Sie dir am Ende sagen, "so richtig helfen kann Ihnen nur ein Anwalt"