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Schule sperrt ältere iPads

Ealdorman

Lambertine
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Zitat:
Vor fünf Jahren wurden iPads der Generation 7 für Schulen angeschafft. Nach Angaben der Stadt Kiel wird der Austausch von 1.700 Neugeräten rund 620.000 Euro kosten.

Waren die iPads beim Erwerb noch aktuell* oder waren schon neuere auf dem Markt?
*kenne mich damit nicht aus
 
Vor 5 Jahren (ab 09.2020) war die 8. Generation aktuell
 
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Digitalisierung, hurra.
Das ist so arg verkehrt, das glaubt man kaum.
Zuerst dieser vollkommen falsche Schluss, dass Digitalisierung bedeuten könne, Schulen mit iPads zu bewerfen.
Und dann der mangelnde langfristige Blick: Ich hatte zwar vor 5 Jahren vermutet, dass dann die iPads in 9-11 Jahren in den Schulen unbenutzbar langsam würden und einzelne Apps nicht mehr funktionieren könnten, aber das ist natürlich noch besser. Konsequent sperren, weil Sicherheitsrisiko, aber ohne irgendeine Idee, wie man Geräte austauscht. Ganz mein Humor.
Dass nun plötzlich auffällt, dass iPads doch relativ teuer sind und dass man die regelmäßig austauschen muss, da hätte natürlich niemand drauf kommen können.

Meiner Meinung nach braucht es für eine ordentliche Digialisierung nicht zwingend Geräte. Die Bildung, welche Vorteile und Gefahren Digitalisierung in sich birgt, mit all den Stolperfallen und Suchgefährdungen, die kann man zum großen Teil auch ohne iPad vermitteln. Dazu müsste man aber bildungspolitisch mehr umstellen als von Papier auf iPad.
 
Ich war damals auch für die „Digitalisierung“ von 5 Grundschulen einer Stadtgemeinde zuständig. Habe ein Konzept schreiben müssen, wie alles umgesetzt werden sollte.

Ich hatte mich damals auch für Konzepte betreffend der Lebens- und Updatezyklen für die iPads starkgemacht. Ausser einer Schulleiterin wollte davon keiner etwas wissen. Leider, dieses Szenario hatte ich damals vor Augen.
 
Jep, die Digitalisierung der Schulen geht wieder einige Schritte zurück.

Wir Lehrer haben damals auch lustige Mini-iPads mit 32GB Speicher an unserer Schule bekommen.
Empfand ich damals schon als unbenutzbar, nun müssen die Geräte bis Februar zurückgegeben werden, wegen Sicherheitsrisiken. (mal so als Anhaltspunkt: Die DEVONthink-Datenbank mit der ich meine Unterrichtsmaterialien verwalte hat mittlerweile die 300GB gesprengt, schon damals waren die 32GB (minus ~16GB System und MDM) komplett unterdimensioniert.
Hinweis der Bezirksregierung btw: "Ja, sie können sich ja ein privates iPad anschaffen.. das können sie sogar von der Steuer absetzen"... Ach was...

Jedem war klar, dass das dolle Digitalpaket mehr Show als Effekt war. Die "Fortbildungen" die gemacht wurden (wenn es denn welche gab) waren unter aller Kanone und mehr eine Werbeveranstaltung von App-Betreibern oder von so Leuchtturm-Projekten ("An unserer Schule haben alle Schüler ein iPad und wir haben überall WLAN und alle Lehrer nutzen iPads und unser ganzer Lehrplan ist angepasst") --> Realität an 95% aller Schulen: WLAN ist nicht vorhanden, oder so instabil/langsam, dass die Lehrer lieber den eigenen Hotspot nutzen, flächendeckende Ausstattung mit iPads gibt es in einigen Städten, aber ohne Zukunftskonzept.
Zuständig für die iPads ist sowieso niemand und wehe es funktioniert irgendetwas nicht. Die Hälfte der Belegschaft hat noch nie mit Apple gearbeitet und auch wenig Lust sich da einzuarbeiten, wenn es keinen aktiven Vorteil bringt.

Wir haben einen Klassensatz iPads an der Schule. Wurde vor den Sommerferien zur städtischen Verwaltung zur Reparatur gegeben (mMn haben die einwandfrei funktioniert.. zumindest bei mir..) und die sind immer noch nicht zurück.. sind ja erst 5 Monate..
Folglich hat auch kaum jemand Lust seinen Unterricht auf iPads anzupassen. man weiß eh nie ob der Beamer grad funktioniert oder nicht oder überhaupt alle Räume mit Beamer und Apple-TV ausgestattet sind..
Ansonsten gab es nie Geld für Digitalisierung ohne dass man vorher ellenlange Konzepte geschrieben hat und begründet hat, wofür man nun irgendetwas anschaffen müsste, was dazu geführt hat, dass viele Schulen anfangs den Digitalpakt komplett ignoriert haben.
Mittlerweile hat sich das etwas gelockert, vor allem als die Presse vor ein paar Jahren berichtet hat, dass von 7 Milliarden grad mal 1,x Milliarden abgerufen wurden. Weil aber immer noch niemand Lust auf iPads hat und ja auch in den nordischen Ländern der Schritt wieder weg von "iPads für alle" geht, fließen die Gelder dann in andere Dinge. Wir haben z.B. eine ganze Reihe digitaler Tafeln gekauft. Vollkommen unnötig, der Mehrwert gegenüber einem Beamer ist bestenfalls gering, aber der Schulleiter lief herum nach dem Motto "möchte noch jemand ne digitale Tafel? Wir haben Gelder und wenn wir die nicht abrufen, verfallen die.."

Digitale Kompetenzen zu vermitteln ist unheimlich wichtig, aber die "Konzepte" der Bezirksregierung sind nicht vorhanden bis absurd, wenn nicht gar unsäglich dumm. Aber da sitzen halt Leute, die noch keine Stunde in ihrem Leben unterrichtet haben und denken sich neue Aufgaben aus, um die eh schon überlasteten Lehrer noch mehr zu stressen und dann wundert man sich über den Lehrermangel. Die neueste super Idee ist es mehr Vergleichsarbeiten zu schreiben, weil die aktuellen VERAs ja nicht reichen. Statt zwei machen wir nun also fünf. Wie genau und wann genau und wie das ablaufen soll weiß noch niemand, aber ab nächsten Jahr wird das gemacht. Um zu evaluieren wie die Schüler denn so im Vergleich dastehen.
Man könnte ja auch mal mit den Lehrern reden und bekäme dann vielleicht sogar direkt Ideen und Lösungsansätze, weil ich brauch keine Vergleichsarbeit schreiben um zu sagen, dass die Lese- und Schreibkompetenzen rapide abgenommen haben, dass sehe und höre ich jeden Tag im Klassenzimmer. Aber dazu müsste man ja nachdenken. Das klingt anstrengend.
Und wenn man das mal gemacht hätte, wäre man vielleicht sogar auf die glorreiche Idee gekommen, dass es nicht reicht einmal eine Handvoll iPads zu verteilen, sondern dass das regelmäßig getan werden muss, dass es ein Konzept braucht, was mit den Altgeräten passiert, dass man den Lehrpersonen Gründe geben müsste, wieso sie ihre ganzen Arbeitsblätter, die sie seit 10 Jahren nutzen nun auf einmal digital erneut erstellen sollen.. hach ja.. Schule und Digitalisierung..
Den Zug hat man genauso verschlafen, wie man aktuell den KI-Zug verschläft. Da gibt es auch keinerlei Konzepte oder Ideen..
 
Die DEVONthink-Datenbank mit der ich meine Unterrichtsmaterialien verwalte hat mittlerweile die 300GB gesprengt,
ich will Dir nicht zu nahe treten und es ist nur eine Anmerkung am Rande, aber wenn das so wäre, wäre das falsch. Ich habe mein gesamtes analoges Leben der letzten 15 Jahre digitalisiert (aka alle Zettel gescannt) und komme auf 5GB. Gesamt. Inklusive komplett textlich durchsuchbar. Ergo, Du hast mehr Bitmap als notwendig.
 
ich will Dir nicht zu nahe treten und es ist nur eine Anmerkung am Rande, aber wenn das so wäre, wäre das falsch. [..] Ergo, Du hast mehr Bitmap als notwendig.
Ich will dir nicht zu nahe treten, aber du hast einfach überhaupt gar keine Ahnung wovon du redest.
Auf welcher Grundlage maßt du dir an auch nur ansatzweise beurteilen zu können, was ich für meinen Unterricht brauche, welche Medien ich nutze oder wie groß meine Datenbank sein muss?
Hint: Es sind obviously nicht nur eingescannte Zettel... es gibt auch so krasse Sachen wie... Bilder... und... MP3s... und... wait for it... Videos..
Ich weiß, ich weiß.. alles Neuland.. es sind auch mittlerweile deutlich mehr als 20.000 Dateien. Dürfte vermutlich auch ein bisschen mehr sein, als bei deinen eingescannten Zetteln. Inklusive komplett textlich durchsuchbar. ;-)
 
Das ist ja witzig... heute in der Arbeit die Info bekommen, dass auch bei uns iPads der 7. Generation ausgemustert werden mit der Begründung, dass diese iPads kein Update auf iPadOS 26 mehr erhalten und es ein Sicherheitsrisiko wäre die weiter im Management zu betreiben.
 
Immerhin werden dort die iPads von der Stadt angeschafft. Hier an der Schule (Region Hannover) dürfen die Schüler die iPads selber bezahlen (in Schleswig Holstein wird das halt auf alle Steuerzahler umgelegt), werden aber dann in das Schul-MDM übernommen.
Dier ersten, die hier gekauft wurden, waren aus der neunten Generation, mal sehen, ob die noch bis zum Abitur (2029) halten werden.
 
Solche Geschichten passieren, wenn man keine Leute aus der Praxis dazu holt.
 
Hier an der Schule (Region Hannover) dürfen die Schüler die iPads selber bezahlen (in Schleswig Holstein wird das halt auf alle Steuerzahler umgelegt), werden aber dann in das Schul-MDM übernommen.
Das ist halt auch die einzige nachhaltige Lösung.
Großeinkäufe über die Schule koordinieren, so dass alle dasselbe Gerät haben und man zu den günstigsten Konditionen einkaufen kann. Die iPads verbleiben dann anschließend bei den Schülern, so dass man einfach jedes Jahr eine neuere Generation hat, die dann eben die ganze Shcullaufbahn durchhält und danach privat noch ein paar Jahre einsetzbar ist, bzw das Sicherheitsrisiko auf die Familien übergeht.
Dann subventioniert man die iPads für Familien, die das finanziell nicht stemmen können, bügelt überall das MDM drauf, so dass die Geräte sicher einsetzbar sind und dann hat man ein Konzept, dass mit vergleichsweise wenig Aufwand auch in 10 Jahren noch funktioniert und nicht davon abhängig ist, ob mit einem neuen Digitalpakt dann vielleicht wieder iPads angeschafft werden können..

Dann machen sich Lehrkräfte vielleicht auch die Mühe und nutzen sowas breitflächig.
 
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Immerhin werden dort die iPads von der Stadt angeschafft. Hier an der Schule (Region Hannover) dürfen die Schüler die iPads selber bezahlen (in Schleswig Holstein wird das halt auf alle Steuerzahler umgelegt), werden aber dann in das Schul-MDM übernommen.
Dier ersten, die hier gekauft wurden, waren aus der neunten Generation, mal sehen, ob die noch bis zum Abitur (2029) halten werden.
Das ist ein Irrglaube, die Stadt bestückt sie in Kiel bzw. hostet sie. Und schaltet unangekündigt ab.

Die Stadt Kiel weigert sich vor allem, jetzt für alle betroffenen Schulen neue anzuschaffen, obwohl das notwendige Bildungsmittel sind.

Da knallt es gerade und einzelnen Schulen bleibt nichts anderes übrig, als wie auch immer Spenden über zB Vereine zu generieren.

Das ist wirklich grenzwertig alles. Zu Einzelheiten äußere ich mich derzeit nicht. Mehr ggf. im nächsten Jahr.
 
Ein öffentlicher Apparat ist halt kein mittelständisches Unternehmen, da gibt es so viele Instanzen und noch mal ein paar Instanzen und noch mal etc. und dann kommt es irgendwann zu einem Ergebnis und alle fragen sich alle

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Antrag: Beschaffung des iPad 2025*
Prüfung des Antrages
Genehmigung
Ausschreibung
Beschaffung einleiten
der günstigste Anbieter führt das Produkt nicht mehr

Das kann schon mal ein paar Jahre dauern ;)

*jetzt aktuelles Modell einfügen
 
Wenn ich Ausschreibungen schon lese... Man muss immer die beste Lösung nutzen, es gibt keine andere Option.
 
Mit den iPad können die Schüler doch sowieso nicht viel im Internet machen. Da ist das Risiko doch sehr gering.
 
doch sowieso nicht viel im Internet machen
Das sind ganz normale iPads, mit denen man alles machen kann, jedenfalls hier in Schule. Die sind nur im MDM, um z.B. den Zugang zum Schul-Netz zu ermöglichen oder während des Unterrichts nur erlaubte Apps zuzulassen.