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Gendergerechte Sprache

Wozu hat dir konkret eine Antwort von mir gefehlt?


Hier hab ich erwähnt, dass ich mit der Person nicht per Du bin und die üblichen Herr/Frau XY Begrüssungen rausfliegen. Du erwiderst, ich könnte mit Vorname Nachname begrüssen. In meinem sozialen Umfeld kann das schon sehr nach Duzen aufgenommen werden. Und deine Antwort hat halt nur Sinn gemacht, weil du den Teil mit dem "ich bin nicht per Du" ignoriert hast.
 
Hier hab ich erwähnt, dass ich mit der Person nicht per Du bin und die üblichen Herr/Frau XY Begrüssungen rausfliegen. Du erwiderst, ich könnte mit Vorname Nachname begrüssen. In meinem sozialen Umfeld kann das schon sehr nach Duzen aufgenommen werden. Und deine Antwort hat halt nur Sinn gemacht, weil du den Teil mit dem "ich bin nicht per Du" ignoriert hast.
Wenn ich eine Person mit "Guten Tag, Alex Musterperson" anspreche, ist das keinesfalls ein Duzen. Das ist eine förmlich korrekte Anrede einer nicht-binären Person. Also nein, ich habe mitnichten deine Aussage ignoriert.
 
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Reaktionen: Andreas Vogel
Wenn ich eine Person mit "Guten Tag, Alex Musterperson" anspreche, ist das keinesfalls ein Duzen. Das ist eine förmlich korrekte Anrede einer nicht-binären Person. Also nein, ich habe mitnichten deine Aussage ignoriert.

Da sind wir halt schon bei den länderspezifischen bzw. regionalen Unterschieden. :)
 
Da sind wir halt schon bei den länderspezifischen bzw. regionalen Unterschieden. :)
Ich denke nicht, dass es Unterschiede im deutschen Sprachraum gibt, was die Anrede einer nicht-binären Person mit dem Vor- und Nachnamen angeht. Das ist eine übliche Form.
 
Ich denke nicht, dass es Unterschiede im deutschen Sprachraum gibt, was die Anrede einer nicht-binären Person mit dem Vor- und Nachnamen angeht. Das ist eine übliche Form.

Ich weiss nicht wieso du das auf nicht-binäre Personen beschränkst. Meine Aussage bezieht sich auf alle Personen, egal welchen Geschlechts. Und wenn ich hier jemanden mit "Hallo Hans Meier" begrüsse, wird mich diese Person sehr irritiert angucken, weil das einfach nicht Usus ist.
 
Ich weiss nicht wieso du das auf nicht-binäre Personen beschränkst.
Weil das die von dir angestoßene Diskussion war, mit der Aussage, dass dir bis heute nicht klar ist, wie man nicht-binäre Personen korrekt anspricht. Diese Wissenslücke habe ich versucht zu schließen – du machst es einem allerdings nicht gerade einfach.
Aber "seinem" ist n bisschen falsch.
"Ihrem" übrigens auch. Und "Es" wirkt diskriminierend. Ich hab bis heut keine Ahnung wie man die Person richtig anspricht.

Meine Aussage bezieht sich auf alle Personen, egal welchen Geschlechts. Und wenn ich hier jemanden mit "Hallo Hans Meier" begrüsse, wird mich diese Person sehr irritiert angucken, weil das einfach nicht Usus ist.
Wenn sich das Thema nun doch auf alle Personen bezieht: Eine nicht-binäre Person wird nicht direkt eingeschnappt reagieren, nur weil du irrtümlich das falsche Geschlecht in der Ansprache verwendest. In der Regel wirst du wohl darauf hingewiesen, wie du die Person richtig adressierst, damit du das dann beim nächsten Mal beachten kannst.
 
Wenn sich das Thema nun doch auf alle Personen bezieht: Eine nicht-binäre Person wird nicht direkt eingeschnappt reagieren, nur weil du irrtümlich das falsche Geschlecht in der Ansprache verwendest. In der Regel wirst du wohl darauf hingewiesen, wie du die Person richtig adressierst, damit du das dann beim nächsten Mal beachten kannst.
Genau habe ich das bisher erlebt.
 
Weil das die von dir angestoßene Diskussion war, mit der Aussage, dass dir bis heute nicht klar ist, wie man nicht-binäre Personen korrekt anspricht. Diese Wissenslücke habe ich versucht zu schließen – du machst es einem allerdings nicht gerade einfach.

Weils eben nicht so einfach ist. Die Chance in nen Fettnapf zu treten ist riesig.
 
Weils eben nicht so einfach ist. Die Chance in nen Fettnapf zu treten ist riesig.
In einen Fettnapf tritt man nur, wenn man ignorant agiert. Einen ehrlichen Fehler/Irrtum wird dir jede non-binary Person sofort verzeihen. Das ist ja jetzt keine außergewöhnliche Situation, dass sie anderen Menschen mitteilen müssen, wie man sie korrekt anspricht. Ungut wird’s verständlicherweise dann, wenn man das bewusst und absichtlich ignoriert.
 
Ich finde es interessant, wie hier die Meinung eines (!) Linguisten für Dich relevant wird. Und schade, dass die anderer Linguisten, die das nicht nur studiert haben, sondern auch als Professoren lehren, Dir nicht einmal ein Gegenargument wert sind.
Ich würde Martins Beitrag als Gegenargument zu
Lustig ist übrigens, dass diejenigen, die anderen irgendwelche Sprachregeln aufoktroyieren wollen, oder zumindest die Debatte darüber, mit großer Mehrheit Leute sind, die NICHT vom Fach - also Linguisten/ Sprachhistoriker - sind, es aber auf jeden Fall genauer als diese wissen. Ich habe Linguistik studiert und auch meine Abschlussarbeit darin geschrieben. Gegen selbstgebastelte Vorstellung über Sprachregelungen und deren Wirksamkeit kommt sowas natürlich null an.
verstehen. Du nicht?

Und es wird schon länger beklagt, dass die Gruppe derer, die z.B. durch Asssoziationsstudien die Wirksamkeit von Gendern beweisen wollen, klassische Linguisten, die sich sprachsystematisch damit beschäftigen, i.d.R. schlicht ignorieren.
Das ist eine wiederholte unbelegte Behauptung, der offensichtlich mindestens ein Linguist widerspricht. Erstaunlicherweise ist bei Gendergegnern anekdotische Evidenz - hier auch noch von einem Foranten, dessen wissenschaftliche Meriten ganz im Gegensatz zu denen eines Lehrstuhlinhabers gar nicht überprüfbar sind - etwas was "berücksichtigt werden muss", während die ebenso anekdotische Evidenz konträrer Meinung als ebensolche abgetan wird.

Ganz offenbar lebt ihr in einer Welt, in der Framing ein allgemein anerkanntes und offenbar auch übliches Stilmittel ist. Das ist traurig - aber zum Glück hier nicht repräsentativ.

Es zeigt aber überdeutlich den Drang von Gendergegnern ihre Meinung als allgemeingültig und die einzig Wahre darzustellen. Dazu auch noch das dauernde Bemühen um eine Opferrolle durch angeblichen Zwang zum Gendern bei gleichzeitiger Hervorhebung, dass das ja sowieso niemand unterstützen würde.

Ich frag' mich mittlerweile, was die da alle anscheinend kompensieren müssen 😉

Das nicht, aber die Rosinenpickerei fällt halt mittlerweile jedem auf, der mehr als 5 Seiten gelesen hat.
Denen fällt auch auf, dass die Diskussion ständig neu von Gendergegnern entfacht wird - egal wie oft der thread schon zum Erliegen kam.

Und in der klassischen Grammatik / Sprachwissenschaft ist die Haltung zum Gendern vorwiegend skeptisch bis ablehnend.
Diese Aussage basiert jetzt - mal unter uns Wissenschaftlern gesprochen - genau worauf? Sorry, wenn ich die Veröffentlichung, die du dazu sicherlich schon zitiert hast, in der empirisch eine statistisch relevante Menge an peer-reviewed Artikeln diesbezüglich analysiert wurden übersehen habe. Verlinke ihn doch dann bitte noch einmal.

Ja, das ist natürlich ein Argument
Es ist ein Indiz...

Du wirkst angefasst, wenn jemand Deine Sicht nicht teilt und widerspricht (das ist zumindest der Eindruck, den ich bekomme, wenn ich solche kleinen Seitenhiebe sehe).
Mal abgesehen davon, dass ich durchaus Widerrede als eine natürliche Reaktion in so einem Fall sehen würde - wie soll sonst der von dir so häufig zitierte "Diskurs" zustande kommen? -: Hast du einen Spiegel zu Hause? 😉

Man kann Gendersprache aus guten Gründen ablehnen, ohne dass Misogynie, Sexismus, Chauvinismus, Konservatismus (oder schlimmer) die Ursache dafür sein müssen. Und deshalb sollte man das Mittel nicht mit dem Zweck gleichsetzen.
Und da ist es wieder, das Framing... Echt, so viele Hypotaxen und ständige Bezugnahme auf "wissenschaftlichen Diskurs", aber sonst nichts im rhetorischen Köcher? 😀

Ich habe hier schon mehrfach gesagt, dass es mir persönlich vollkommen egal ist, ob jemand anderer gendert oder nicht.
Dann mal Feedback: Den Eindruck vermittelst du wirklich nicht.

Wenn andere mir das Recht absprechen, zu gendern.
Das tut eigentlich auch keiner.
Eigentlich nicht. Du hast wie so oft nen Satz rausgepickt und alles rundherum ignoriert.
Im zitierten Beitrag von dir stand nur ein Satz.

Weil ich keinen Bock auf ne Diskussion hab, wo man einfach mal Dinge weglässt.
Und das wird besser mit Einzeilern von der Seitenlinie?
 
Weils eben nicht so einfach ist. Die Chance in nen Fettnapf zu treten ist riesig.
Dich möchte ich ja mal auf gesellschaftlichem Parket erleben... 😂 Wie redest du einen Mann mit Rock an - durchaus auch außerhalb von Schottland mittlerweile Mode? Eine Frau mit kurzgeschnittenen Haaren und Anzug - auch Mode, insb. bei Frauen die sowas aus Prinzip statt Hosenanzug oder Kostüm tragen.

Was machst du mit denen? Alles nicht-binäre Personen? ich mein', du kommst ja in Teufels Küche, wenn jemand auch nur einen extravaganten Modegeschmack haben sollte 😂

Das ist übrigens nix hypothetisches - hab' ich alles in den letzten zwei Wochen erlebt, da ich auf mehreren Konferenzen unterwegs war. Übrigens Automobilbranche... 😉

Und noch eine Anekdote: Ich hatte vor einigen Jahren einen Mitarbeiter. Den hab' ich ein paar Jahre nicht gesehen (hatte die Firma verlassen) und stand ihm vorletzte Woche wieder gegenüber. Mit Stöckelschuhen, Rock und Lippenstift. Also sie, nicht ich 😉 Ich war doch sehr überrascht und habe sie ohne Nachzudenken mit ihrem männlichen Vornamen angeredet. Sie hat mich angegrinst, mir mitgeteilt, dass sie sich jetzt Claudia nennt und dann sind wir ein Bier trinken gegangen. Ende der Geschichte 🤷‍♂️

Kontext ist hart.
Dann arbeite daran!

Sagt der, der sich alle paar Tage mal reinklinkt und nen riesigen Beitrag mit Einzeilern seziert
Naja, ich hab' aktuell unter der Woche selten Zeit, da wird man ein Muster erkennen. Zu sezieren ist da nichts - du schreibst nur Einzeiler. Wie auch hier wieder.
 
Ganz offenbar lebt ihr in einer Welt, in der Framing ein allgemein anerkanntes und offenbar auch übliches Stilmittel ist. Das ist traurig - aber zum Glück hier nicht repräsentativ.

Es zeigt aber überdeutlich den Drang von Gendergegnern ihre Meinung als allgemeingültig und die einzig Wahre darzustellen.
Hmm, war das vielleicht gerade ... Framing?

Jemand, der einen Standpunkt hat und ihn argumentativ vertitt, ist selbstverständlich davon überzeugt, dass der eigene Standpunkt eine Berechtigung hat - sonst gibt es ja nichts zu diskutieren. Das "allgemeingültig" und "einzig wahre" ist nichts, womit ich mich gemein mache. Also was soll das.

Ich frag' mich mittlerweile, was die da alle anscheinend kompensieren müssen
Oh, haben wir hier vielleicht ... Framing?

Und in der klassischen Grammatik / Sprachwissenschaft ist die Haltung zum Gendern vorwiegend skeptisch bis ablehnend.
Diese Aussage basiert jetzt - mal unter uns Wissenschaftlern gesprochen - genau worauf? Sorry, wenn ich die Veröffentlichung, die du dazu sicherlich schon zitiert hast, in der empirisch eine statistisch relevante Menge an peer-reviewed Artikeln diesbezüglich analysiert wurden übersehen habe. Verlinke ihn doch dann bitte noch einmal.
Ich weiß nicht, wie viele wissenschaftliche Artikel Du zum Thema schon gelesen (oder wie viele Du vielleicht sogar selber verfasst) hast. Ich hatte vorletztes Jahr mal hier im Thread beispielhaft einige konkret genannte Papers kommentiert und konkrete Aspekte genannt, wo ich in ihnen Schwächen sah. Leider gab es offenbar kein Interesse, der "anderen Seite", sich damit im Detail auseinander zu setzen. Wir können das aber gern wieder aufnehmen.

Wenn Du eine wissenschaftliche Erhebung erwartest, die auf einer repräsentativen Menge aller zum Thema geschriebenen Papers basiert und daraus ableitet, welche Positionen die einer Mehrheit und welche die einer Minderheit sind, dürfte das hier den Rahmen sprengen (und nein, ich werde diese Arbeit nicht investieren).

Ich kann aber mal Chat GPT losschicken und für mich zählen. Frage: "Wie wird in der klassischen Linguistik mehrheitlich die Gendersprache bewertet?" Dabei kam diese Tabelle heraus:

Mehrheitlich neutrale bis skeptische Haltung

Wenn man das Fachpublikum und die Veröffentlichungen in Grammatik, Semantik und Sprachgeschichte betrachtet, ergibt sich in etwa folgendes Bild:

HaltungTypische ArgumentationVertreter/Beispiele
Skeptisch bis ablehnend (Mehrheit in klassischer Grammatik/Sprachwissenschaft)Genderformen (Sternchen, Doppelpunkt, Binnen-I) seien grammatisch problematisch, verletzten Regeln des Deutschen, seien kaum standardisierbar und erschwerten Lesbarkeit. Außerdem sei der grammatische Genus nicht gleichzusetzen mit biologischem oder sozialem Geschlecht.Peter Eisenberg, Helmut Glück, Elisabeth Leiss, Josef Bayer, Angelika Wöllstein
Neutral-deskriptiv (klassische Mehrheitsposition in Forschung)Man beobachtet das Phänomen, untersucht Wirkung und Akzeptanz, ohne Bewertung. Erkennt an, dass Sprachwandel möglich ist, aber nicht durch Verordnung.Dudenredaktion (wissenschaftlicher Teil), Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS)
Pragmatisch-unterstützend (v. a. in Sozio- und Psycholinguistik)Geschlechtergerechte Sprache könne Wahrnehmung und Rollenbilder beeinflussen; empirische Studien zeigen teils messbare Effekte, aber diese sind oft klein und kontextabhängig.Pascal Gygax, Friederike Braun, Lutz Jäncke (Neuropsychologie)
Das ist natürlich kein "Systematic Review" (das, was Du hier im Grunde anfragst). Ich fände es intereressant, wenn sich jemand im deutschen Sprachraum des Themas mal annähme und eben systematisch und mit nachvollziehbarer Methodik die Publikationen zum Thema aufarbeitet. Das würde zwar die, die dazu bereits eine Meinung haben, nicht überzeugen, wäre aber zumindest im Sinne des Erkenntnisgewinns eine Bereicherung.

Ja, das ist natürlich ein Argument
Es ist ein Indiz...
Komisch. Schon wieder Framing. Das lehntest Du doch so ab?

Tatsächlich finde dieses Beispiel aber schon bezeichnend. Mir ist hier in diesem Thread so einiges um die Ohren geworfen worden - mir wurde z.B. "Chauvinismus", eine "rechte Geisteshaltung" (was mir auf Anhieb einfällt) vorgeworfen. Du wirst Schwierigkeiten haben, in meinen Beiträgen vergleichbares zu finden. Gerade vor diesem Hintergrund finde ich es nicht berechtigt, nun gerade mir "Framing" vorzuwerfen.
Man kann Gendersprache aus guten Gründen ablehnen, ohne dass Misogynie, Sexismus, Chauvinismus, Konservatismus (oder schlimmer) die Ursache dafür sein müssen. Und deshalb sollte man das Mittel nicht mit dem Zweck gleichsetzen.
Und da ist es wieder, das Framing...
Ja, Framing, aber eben in umgekehrter Richtung. Siehe oben. Das Muster, Menschen, die in diesem Thema (!) die Dinge anders sehen, umgehend eine negativ konnotierte Geisteshaltung vorzuwerfen, ist doch genau das, oder nicht?

Echt, so viele Hypotaxen und ständige Bezugnahme auf "wissenschaftlichen Diskurs",
Der wissenschaftliche Diskurs ist letztlich das beste, was wir haben, wenn es um die Frage, ob eine Aussage richtig oder falsch ist, geht.

aber sonst nichts im rhetorischen Köcher? 😀
Framing? Mehrwert einer solchen Aussage?

Ich finde es ehrlich problematisch mit jemandem zu diskutieren, der eine sachliche Diskussion zum Thema ablehnt. Martin ist jemand, der mitunter sehr emotional schreibt, aber zumindest bei der Sache ist. Das kann ich durchaus wertschätzen.

Gerade weil das Thema so leicht auf eine persönliche Ebene abdriftet (haben wir hier ja oft genug gesehen), finde ich es besonders wichtig, auf Sachlichkeit und einen wertschätzenden Tonfall zu achten. Bei Deinem Beitrag musste ich mir ehrlich ein paarmal richtig verkneifen, etwas sarkastisches in die Tasten zu hauen.
 
Ich spare mir aufwändige Zitate, aber ich möchte dann doch mal gern etwas in den Thread schmeißen:

Hier werden immer wieder wissenschaftliche Studien, promovierte Wissenschaftler und was weiß ich noch alles genannt, die alle sagen, das Gendern wäre falsch oder so nicht richtig.
Kam eigentlich schon mal jemand auf die Idee, dass die falsch liegen? Oder ist es mittlerweile so, dass alles in Stein gemeißelt ist und man sich auch dort nicht weiter beschäftigen soll? Klar, ist einfach, sich hinzusetzen und sagen: Aber der Herr Prof. Dr. Hinz und Frau Prof. Dr. Kunz haben das doch so in einer Abhandlung geschrieben und ich bin fähig, das zu lesen. Also gilt das als in Stein gemeißelt und da soll keiner mehr dran rütteln.

Wenn das in anderen Bereichen so wäre, dann wäre es ziemlich düster bei uns. So haben sich Wissenschaftler die Arbeit gemacht, Sachen zu verbessern und zu ändern. Und dadurch kam auch Fortschritt. Aber bei der Sprache soll es das nicht geben? Die Generation wächst gerade in den Hochschulen an und ich denke, es wird sich entwickeln.
 
Dich möchte ich ja mal auf gesellschaftlichem Parket erleben... 😂 Wie redest du einen Mann mit Rock an - durchaus auch außerhalb von Schottland mittlerweile Mode? Eine Frau mit kurzgeschnittenen Haaren und Anzug - auch Mode, insb. bei Frauen die sowas aus Prinzip statt Hosenanzug oder Kostüm tragen.

Strohmann-Argumente, schön. Das ist mir definitiv zu blöd drauf einzugehen.


Und noch eine Anekdote: Ich hatte vor einigen Jahren einen Mitarbeiter. Den hab' ich ein paar Jahre nicht gesehen (hatte die Firma verlassen) und stand ihm vorletzte Woche wieder gegenüber. Mit Stöckelschuhen, Rock und Lippenstift. Also sie, nicht ich 😉 Ich war doch sehr überrascht und habe sie ohne Nachzudenken mit ihrem männlichen Vornamen angeredet. Sie hat mich angegrinst, mir mitgeteilt, dass sie sich jetzt Claudia nennt und dann sind wir ein Bier trinken gegangen. Ende der Geschichte 🤷‍♂️
So ne Mitarbeiterin hab ich auch. Die hab ich auch n paar Jahre nicht gesehen und in der Zeit hat sie sich halt verändert.
Die hab ich ohne nachzudenken direkt mit dem weiblichen Vornamen angeredet. Und bin der einzige in unserer Abteilung der das auch konsequent durchzieht. Die anderen sind zu verwirrt davon, und das obwohl sie diese Person nur post-operativ und als Frau kennen.


Daher ist das irgendwie witzig, dass du mir indirekt vorwirfst, ich wär gegen sowas oder würde gendern scheisse finden.




Dann arbeite daran!

Wieso ich? Du hast den ja nicht gesehn.


Naja, ich hab' aktuell unter der Woche selten Zeit, da wird man ein Muster erkennen. Zu sezieren ist da nichts - du schreibst nur Einzeiler. Wie auch hier wieder.

Für manche Dinge brauchts halt nicht viele Worte ;)
Bei manchen hat man eher den Eindruck, als wollten sie das Gegenüber mit nem riesigen Textklotz erschlagen.
 
Bei manchen hat man eher den Eindruck, als wollten sie das Gegenüber mit nem riesigen Textklotz erschlagen.
Ja, das stimmt. Manche schreiben hier schon sehr viel - auch blabla - verpackt in schöne Wörter. Verziert mit Fremdwörtern und möglichst intelligent wirkenden Dingen. Vielleicht wird dadurch auch versucht, andere - die „unter dem eigenen sprachlichen Niveau“ sind - zu verunsichern und dadurch zu zeigen, wie toll sie doch sind.

Gibt es ja auch im normalen Alltag: Ich habe einen neuen Kollegen bekommen, der ab und zu mit nicht aus Deutschland stammenden Mitarbeitern in einem Ton spricht, dass ich ihn regelmäßig drauf hinweisen muss, dass es so nicht geht! Aber ich denke, er versucht, durch diese Art zu zeigen: Ich bin der Chef und ihr habt das zu tun!

Und so ist es teils vielleicht auch hier: Texte mit vielen Fremdwörtern, möglichst korrekter Grammatik etc. versuchen anderen zu zeigen, wie toll das Gegenüber ist. Kann aber auch täuschen…
 
Hier werden immer wieder wissenschaftliche Studien, promovierte Wissenschaftler und was weiß ich noch alles genannt, die alle sagen, das Gendern wäre falsch oder so nicht richtig.
Kam eigentlich schon mal jemand auf die Idee, dass die falsch liegen?
Naja, da es ja Wissenschaftler (vorsicht, generisches Maskulinum) gibt, die die eine oder auch wieder die andere Position vertreten, spricht einiges dafür, dass nicht alle richtig liegen können.

In den meisten dieser Diskussionen (hier auch) kommen früher oder später die Assoziationsstudien zur Sprache. Im wesentlichen von der Art "wie diverse Studien bestätigen", ... Dem entgegenzuhalten, dass diese Studien eben nur einen Teil des wissenschaftlichen Diskurses ausmachen und es eben auch Gegenstimmen gibt, finde ich legitim und sogar notwendig.

In der Diskussion kann ja durchaus auch Argumente im Sinne von "ich persönlich finde" geben, die dann gut ohne das auskommen.

Und so ist es teils vielleicht auch hier: Texte mit vielen Fremdwörtern, möglichst korrekter Grammatik etc. versuchen anderen zu zeigen, wie toll das Gegenüber ist. Kann aber auch täuschen…
Ich fühle mich hier einfach mal angesprochen, weil ich mich tatsächlich um präzise (und korrekte) Sprache bemühe. Dahinter stecken aber ganz sicher nicht die Gründe, die Du hier in den Raum gestellt hast. Es geht mir vielmehr darum, sachlich zu argumentieren und Sachen zu vermeiden, die von anderen als Angriffe empfunden werden könnten. Ich glaube nicht, dass Du von mir hier irgendwo einen Text finden würdest, wo ich mich abfällig über etwaige sprachliche Fehler o.ä.von anderen äußere.
 
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Reaktionen: Scotch und Freddy K.
Etwas Lesestoff zum Thema

Bei einem Wort wie Bürger würden wir „eher an Männer denken“. Studien hätten das belegt. Wer die Debatte um das Gendern der Sprache verfolgt, hat Aussagen wie diese wahrscheinlich oft gehört. Bislang weniger bekannt ist, dass Sprachwissenschaftler und Germanisten diese These als unhaltbar zurückweisen.
 
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Reaktionen: bmonno und mbert
Hmm, war das vielleicht gerade ... Framing?
Nein, warum?

Oh, haben wir hier vielleicht ... Framing?
Nein. Das ist Kommunikationspsychologie.

Ich weiß nicht, wie viele wissenschaftliche Artikel Du zum Thema schon gelesen (oder wie viele Du vielleicht sogar selber verfasst) hast.
Höchstwahrscheinlich sehr viel mehr als du - aber was hat das mit

Diese Aussage basiert jetzt - mal unter uns Wissenschaftlern gesprochen - genau worauf? Sorry, wenn ich die Veröffentlichung, die du dazu sicherlich schon zitiert hast, in der empirisch eine statistisch relevante Menge an peer-reviewed Artikeln diesbezüglich analysiert wurden übersehen habe. Verlinke ihn doch dann bitte noch einmal.
zu tun? Die Antwort auf meinen Kommentar ist ein Link - entweder auf den Beitrag hier im thread, den ich übersehen habe. oder auf eine enstprechende Studie. Alles andere sind Nebelkerzen.

Ich hatte vorletztes Jahr mal hier im Thread beispielhaft einige konkret genannte Papers kommentiert und konkrete Aspekte genannt, wo ich in ihnen Schwächen sah. Leider gab es offenbar kein Interesse, der "anderen Seite", sich damit im Detail auseinander zu setzen. Wir können das aber gern wieder aufnehmen.
Das könnte daran liegen, dass niemand deinen Kommentare bzgl. "Schwächen" in der Argumentation anderer ein relevantes Gewicht beimisst und daher keine Notwendigkeit gesehen wird, sich damit "im Detail" auseinanderzusetzen. Nur so ein Gedanke.

Nein, "wir" können das nicht wieder aufnehmen, da wir a) diese Diskussion nicht hatten und b) weil sich jemand der ernsthaft auf die Frage nach einer "Veröffentlichung, (...) in der empirisch eine statistisch relevante Menge an peer-reviewed Artikeln diesbezüglich analysiert wurden" mit "ich hatte orletztes Jahr mal hier im Thread beispielhaft einige konkret genannte Papers kommentiert und konkrete Aspekte genannt, wo ich in ihnen Schwächen sah" antwortet ich als Diskussionspartner disqualifiziert. Das ist an Arroganz ja gar nicht mehr zu toppen.

Wenn Du eine wissenschaftliche Erhebung erwartest, die auf einer repräsentativen Menge aller zum Thema geschriebenen Papers basiert und daraus ableitet, welche Positionen die einer Mehrheit
Na selbstverständlich kann man das erwarten, wenn man die Behauptung aufstellt, dass "die Mehrheit" eine bestimmte Position vertritt. Ansonsten bleibt es ja eine Behauptung. Die unbelegt ist. Das war übrigens mein Kommentar.

Ich fände es intereressant, wenn sich jemand im deutschen Sprachraum des Themas mal annähme und eben systematisch und mit nachvollziehbarer Methodik die Publikationen zum Thema aufarbeitet.
Ach, sieh an. Vergleiche das mal mit meinem Kommentar. Und dann einigen wir uns noch darauf, dass man bis das abgeschlossen ist nicht einfach eine unbelegte Behauptung aufstellen kann und wir sind uns einig.

Schon wieder Framing.
Nein, auch das ist kein Framing. Das war wie auch bei deinem ersten Vorwurf des Framings eine in diesem thread problemlos überprüfbare Tatsachenbehauptung. Weisst du eigent,lich, was Framing ist?! Oder verlierst du die übersicht, was du so alles postest, wenn du nicht in 5min eine Replik bekommst?

Mir ist hier in diesem Thread so einiges um die Ohren geworfen worden - mir wurde z.B. "Chauvinismus", eine "rechte Geisteshaltung" (was mir auf Anhieb einfällt) vorgeworfen. Du wirst Schwierigkeiten haben, in meinen Beiträgen vergleichbares zu finden. Gerade vor diesem Hintergrund finde ich es nicht berechtigt, nun gerade mir "Framing" vorzuwerfen.
Mal abgesehen davon, dass ich dir nichts dergleichen vorgeworfen habe (ich beziehe mich auf "Chauvinismus" und "rechte Geisteshaltung", nur um dein nächstes rhetorisches Rechtsüberholen direkt auszubremesen), verstehe ich deine Aussage nicht. Was willst du sagen: Das Chauvinisten nicht framen? Das jemand, dem eine rechte Gesinnung vorgeworfen wird nicht framed? Das weil andere framen man selber nicht framed? Das es OK ist zu framen, wenn das andere auch tun?

Das Muster, Menschen, die in diesem Thema (!) die Dinge anders sehen, umgehend eine negativ konnotierte Geisteshaltung vorzuwerfen, ist doch genau das, oder nicht?
Ja, natürlich, zumindest bzgl. rechter Gesinnung und wenn es verallgemeinert wird. Bzgl. Chauvinismus und grundsätzlicher "Andersartigkeit-Phobie" gibt's einige Diskussionsteilnehmer, wo ich einen konkreten Vorwuf nicht mehr als "Framing" bezeichnen würde. Was wie eine Ente quakt, ist meist auch eine. Aber zurück zu deinem Kommentar und siehe oben: Es ist OK zu framen, wenn das andere auch tun?

Der wissenschaftliche Diskurs ist letztlich das beste, was wir haben, wenn es um die Frage, ob eine Aussage richtig oder falsch ist, geht.
Und trotzdem kommst du mit
Ich hatte vorletztes Jahr mal hier im Thread beispielhaft einige konkret genannte Papers kommentiert und konkrete Aspekte genannt, wo ich in ihnen Schwächen sah. Leider gab es offenbar kein Interesse, der "anderen Seite", sich damit im Detail auseinander zu setzen.
um die Ecke? 😮 Wir scheinen extrem unterschiedliche Vorstellungen von "wissenschaftlichem Diskurs" zu haben!

Framing? Mehrwert einer solchen Aussage?
Nein, immer noch nicht. Das ist eine Beobachtung.

Ich finde es ehrlich problematisch mit jemandem zu diskutieren, der eine sachliche Diskussion zum Thema ablehnt.
Du findest es problematisch mit jemanden zu diskutieren, der eine sachliche Diskussion einfordert (siehe oben) und deine Nebelkerzen und Unterstellungen nicht im Raum stehen lässt. Das ist was anderes.

Bei Deinem Beitrag musste ich mir ehrlich ein paarmal richtig verkneifen, etwas sarkastisches in die Tasten zu hauen.
Das wäre ein neues Stilmittel in deinem rhetorischen Köcher und würde meine Behauptung oben widerlegen. Feuer frei 😀

Hier werden immer wieder wissenschaftliche Studien, promovierte Wissenschaftler und was weiß ich noch alles genannt, die alle sagen, das Gendern wäre falsch oder so nicht richtig.
Also die aktuelle Diskussion wurde u.a. durch ein Zitat eines Professors befeuert, der das Gegenteil davon sagt, aber komplett ignoriert bzw. übergangen wird. Weil's eben nicht so gut in die Diktion bzgl. "alle Fachleute sind sich einig..." passt 😉

Strohmann-Argumente, schön.
Nix da, ich habe ein konkretes Beispiel geliefert, Das hast du sogar zitiert.

Das ist mir definitiv zu blöd drauf einzugehen.
Das ist ein Muster bei dir. Du haust Einzeiler 'raus und wenn du Gegenrede kriegst "ist es dir zu blöd, darauf einzugehen". Wie auch hier wieder.

Die hab ich ohne nachzudenken direkt mit dem weiblichen Vornamen angeredet. Und bin der einzige in unserer Abteilung der das auch konsequent durchzieht. Die anderen sind zu verwirrt davon, und das obwohl sie diese Person nur post-operativ und als Frau kennen.
OK. Und was sollen dann vor diesem Hintergrund deine dann doppelt und dreifach unsinnigen Kommentare, dass du keine Ahnung hast, wie du non-binäre Menschen ansprechen sollst? Reine Provokation? Du scheinst ja sehr wohl zu wissen...

Daher ist das irgendwie witzig, dass du mir indirekt vorwirfst, ich wär gegen sowas oder würde gendern scheisse finden.
Ich habe dir nichts dergleichen vorgeworfen. ich habe mich lediglich auf deine (vielen) Beiträge bezogen, dass du anscheinend keine Ahnung hast, wie man non-binäre Menschen anspricht, wenn man deren Namen/Wahlgeschlecht/wahtever nicht kennt. Deine Replik ist zu 100% unsachlich und am Thema vorbei. Das ist framing, denn das ist hier wieder der bewusste Versuch, die Diskussion in eine komplett andere Richtung zu drehen, um vom selbst geschossenen Bock abzulenken und gelichzeitig den Diskussionpartner durch komplett substanzlose Anschuldigungen zu diskreditieren.

So platt wie hier passiert es allerdings selten 😉 Aber ein ein schönes Beispiel für @mbert.


Texte mit vielen Fremdwörtern, möglichst korrekter Grammatik etc. versuchen anderen zu zeigen, wie toll das Gegenüber ist.
Also das aus möglichst korrekter Grammatik ein Vorwurf entsteht, das ist neu 😉