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ePetition Internetzensur

Valou

Rhode Island Greening
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@Gokoana: Deswegen habe ich gerade u.a. an Robert Basic eine Email geschrieben. Soweit ich robertbasic.de durchsucht habe hat er dazu noch nichts gepostet.
 

chekov

Jerseymac
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aktueller Stand 53k + :)
Man braucht wirklich Durchhaltevermögen! Nervige Anmeldung, lahmer Server.
 

Valou

Rhode Island Greening
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Pressemeldung vom AK Zensur

Bürger machen Politik: Petition gegen Internetsperren erreicht 50.000
Mitzeichner in nur vier Tagen

Internet, Politik Deutschland, 8.5.2009

Es ging schneller als bei jeder anderen Petition an den Bundestag zuvor:
Innerhalb von vier Tagen haben mehr als 50.000 Bürger eine
Online-Petition gegen Internet-Sperren unterschrieben. Die magische
Grenze, die es der Initiatorin Franziska Heine ermöglicht, das Anliegen
nun persönlich vor dem Petitionsausschuss des Bundestags vorzubringen,
wurde in weniger als 90 Stunden erreicht - nicht zuletzt dank zahllosen
Hinweisen in sozialen Online-Netzwerken und über den digitalen Flurfunk
Twitter.

"Ich freue mich und bin begeistert, dass so viele Bürger zeigen, dass
sie mit der Symbolpolitik der Bundesregierung nicht einverstanden sind.
Es gibt viele sinnvolle Maßnahmen, um gegen Kinderpornographie im
Internet vorzugehen. Der Aufbau einer geheimen Zensurinfrastruktur
gehört nicht dazu", sagte Heine.

Ziel ist nun, möglichst viele weitere Unterstützer zu gewinnen, um so
den Bundestag überzeugen zu können, dass es bessere und effektivere
Wege für Kinderschutz gibt.

"Wir wissen natürlich, dass es weder reicht, einmal im
Petitionsausschuss reden zu dürfen, noch, nur im Netz Politik zu machen.
Wir werden natürlich raus auf die Straße und ins echte Leben gehen und
den Online-Schwung dafür nutzen", sagte Ralf Bendrath vom populären
Blog Netzpolitik.org

Mangelndes Verständnis des Internets bei der Bundesregierung ist ein
Hauptargument der Sperr-Kritiker. Alvar Freude, Vorstand des
Fördervereins Informationstechnik und Gesellschaft, der wie Bendrath und
Heine aktiv im Arbeitskreis gegen Internetsperren und Zensur ist,
erklärt dies so:

"Man stelle sich vor, ein Zeitungskiosk würde verdächtigt,
Kinderpornographie zu verkaufen. Die Bundesregierung würde ein Gesetz
beschließen, großräumig Straßensperren an allen Zufahrtsstraßen zu
diesem Kiosk aufzustellen. Versierte Nutzer, nämlich Fußgänger,
könnten den Kiosk zwar weiterhin erreichen, aber die Bundesregierung
behauptet, die Straßensperren würden den Zugang erschweren. Und die
Behinderung des normalen Straßenverkehrs sei nicht so schlimm,
schließlich würden dadurch Kinder gerettet. Hier ist jedem klar: Die
Maßnahme ist unverhältnismäßig und besser wäre es, den Kiosk zu
schließen und den Ladenbesitzer zur Rechenschaft zu ziehen. Ähnlich
verhält es sich mit den geplanten Internet-Sperren. Da die Verbreitung
über Server in den USA und Westeuropa einschließlich Deutschland
geschieht, wäre es ein Leichtes, diese abzuschalten, anstatt eine
unwirksame Sperre zu erzwingen. Wir fordern daher die Bundesregierung
auf, die Bedenken der Experten endlich ernst zu nehmen und effektiv gegen
Kindesmissbrauch vorzugehen anstatt internetfeindliche Symbolpolitik zu
betreiben."

In den letzten Tagen war der Widerstand gegen die vielfach kritisierten
Netz-Sperren deutlich gestiegen. Seit gestern gibt es in Bayern das Forum
"Provider gegen Kindermissbrauch im Internet", in dem sich
Internetanbieter zusammengeschlosen haben, die sich für effektivere und
bürgerrechtsfreundlichere Wege zur Verhinderung von Kindesmissbrauch im
Netz einsetzen. Auch der Verein "Trotz Allem", der weibliche
Missbrauchsopfer berät, hatte am Mittwoch in einem offenen Brief an Frau
von der Leyen Internetsperren deutlich abgelehnt.



Aussender:
Arbeitskreis gegen Internet-Sperren und Zensur (AK Zensur)

Pressekontakt / Nachfragen:
Alvar Freude
[email protected]
(01 79) 13 46 47 1



Über den Arbeitskreis gegen Internet-Sperren (AK Zensur):

Der Arbeitskreis gegen Internetsperren und Zensur (AK Zensur) spricht
sich gegen die von der Bundesregierung geplanten Internetsperren aus und
fordert eine effektive Bekämpfung von Kindesmissbrauch anstatt einer
Symbolpolitik, die nur das Wegschauen fördert, den Opfern nicht hilft
und dafür die Grundrechte der Allgemeinheit einschränkt. Er koordiniert
die Arbeit der Sperrgegner, freut sich aber gleichzeitig über die vielen
Aktivitäten, die dezentral on- und offline stattfinden.

Dem AK Zensur gehören unter anderem an: der Chaos Computer Club, der
FoeBuD e.V, der Förderverein Informationsrechnik und Gesellschaft e.V.
(FITUG), das Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche
Verantwortung e.V. (FIfF), die MissbrauchsOpfer gegen InternetSperren,
netzpolitik.org und die Online-Plattform ODEM.org.

via Mailingliste vom AK Zensur
 

Valou

Rhode Island Greening
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Stoppschild für die Politik via sueddeutsche.de

Die Süddeutsche versteckt die Meldung über die erfolgreiche Online-Petition in ihrer Rubrik Digital. Klar geht es um das Internet aber ist unsere Aktion nicht politisch? Wer sich nicht für Computerthemen interessiert wird nichtmal wissen das es diese Petition gibt. Tut mir einen Gefallen und studiert Journalismus. Gründet im Studium eine bundesweite Verbindung und sprecht euch ab wer zu welcher Zeitung geht. Infiltriert die Printmedien. Infiltriert das Fernsehen. Macht Nachrichten.
 

Jahoo

Hildesheimer Goldrenette
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man man um so mehr man sich damit beschäftigt was die Politiker dazu sagen bekommt man echt angst und fragt sich wer so Leute gewählt hat
 

Zweiblum

Zabergäurenette
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Jap. Ich weiß jedenfalls wo ich bei der nächsten Wahl mein Kreuzchen hin machen muss.
Leider fürchte ich, dass nach der Wahl der Trog der gleiche ist. Nur die Schweine werden andere sein.
 

Inum

Englischer Kantapfel
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Jeder der bis jetzt schon gezeichnet hat, sollte sich die 5Minuten nehmen und nochmal alle ePetitionen durchzuschauen die momentan eingereicht, und noch zur Zeichnung offen sind.

Demokratie ist nicht nur alle 4Jahre mit einem Blatt Papier abgetan.
Zeigt eure Stimme!
 

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Jahoo

Hildesheimer Goldrenette
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ja aber leider sind ja auch sehr skurrile Petitionen dabei ... muss man sich schon bisl mit beschäftigen
 

Zweiblum

Zabergäurenette
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Du willst doch wohl damit nicht, dass unsere Obrigkeit absichtlich den Zugang zu diesem Instrument der gelebten Demokratie erschwert. Das käme ja einer Zensur gleich.
Ähhh, Moment mal, war DAS nicht ganz zu anfangs unser Thema?
 

Valou

Rhode Island Greening
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Lacher des Tages - Prüfung zumutbar, aber nicht möglich via Saarbreaker

Frau von der Leyen - Legen Sie alle ihre Ämter nieder!
Frau Zypries - Legen sie alle ihre Ämter nieder!
Herr von und zu Guttenberg - Legen Sie alle ihre Ämter nieder!
Herr Schäuble - Legen Sie alle Ihre Ämter nieder!

Liebe CDU, glaube nicht das ich dich wählen werde. Ich habe dich nie gewählt aber mein restliches Leben definitiv auch nicht.

Liebe SPD, lange warst du das Ziel auf dem Wahlzettel. Lange machte ich aus Familientradition mein Kreuzchen bei dir. Das ist zwar schon seit 2 Bundestagswahlen anders aber nun ist Schluß.

Liebe FDP, gut gebrüllt Löwe während der Lesung im Bundestag. Leider ist mir klar das du nur die Wählerstimmen fangen willst die deine großen "Schwestern" CDU/CSU verloren haben.

Liebe Grüne, meine Stimme hast du noch nicht sicher. Zuviel hast du in deiner Mitregierungszeit durchgewunken, zuviel gefiel mir nicht. Streng dich an, wenn du meine Stimme willst.

Liebe Linke, ich kann dich nicht einschätzen zeig mir das du wählbar bist.

Lieber Pirat, was bist du. Sollte ich etwa bei dir mein Kreuzchen machen? Ich weiß nicht...

Liebe Angesprochenen, wählen werde ich das weiß ich. Ich weiß auch was ich nicht wählen werde. Helft mir meine Entscheidung zu finden. Durch eine Politik mit der ich leben kann.
 
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Reaktionen: Chezar

Chezar

Galloway Pepping
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Der letzte Satz dieses ominösen Stopschildes ist ja klasse formuliert:

Die Suche nach Kinderpornographie (...) ist ausschließlich Sache der Polizei
und dieser Satz ist ja wohl klasse:

Das Bundesfamilienministerium hält nach dem Erfolg der Online-Petition am Gesetzentwurf fest. "Eine zivilisierte Gesellschaft, einschließlich der Internetgemeinschaft, die Kinderpornografie ernsthaft ächtet, darf auch im Internet nicht tolerieren, dass jeder diese Bilder und Videos vergewaltigter Kinder ungehindert anklicken kann", teilte das Ministerium am Freitag in Berlin mit.
Niemand verlangt, dass diese Bilder und Videos ungehindert angeklickt werden können, im Gegenteil. Doch dieses Stopschild ändert daran nichts, da man über Umwege immer noch auf diese Seiten kommt. Deshalb sollten eben besagte Server vom Netz genommen werden, anstatt sie einfach nur mit einem "Aufkleber" zu versehen. Verstehen die immer noch nicht, um was es eigentlich geht? So beratungsresistent kann man doch nicht sein?!